Matchberichte

Aufstiegspiel: FC Trimbach - FC Biberist 0:0

Das schönste 0:0 der Klubgeschichte

 

Fussball Trimbach steigt dank eines letztlich erzitterten Unentschiedens gegen Biberist in die 2. Liga auf

VON ACHIM GÜNTER

 

Um exakt 21.18 Uhr stiegen die ersten Raketen über dem Sportplatz Leinfeld hoch. Schiedsrichter Adrian Fischer hatte die hektische Schlussphase eben beendet, da begannen auch schon die Feierlichkeiten: Erfolgstrainer Rolf Gerber musste für die in solchen Fällen obligate Champagner-Dusche herhalten, spezielle T-Shirts wurden verteilt («2. Liga ... wir sind dann mal oben»), die Spieler rannten bald mit Bierbechern über den Platz. Und eben: Ein weitherum sicht- und hörbares Feuerwerk verkündete: Der FC Trimbach ist wieder ein Zweitligist.

 

Die Trimbacher hatten sich in der «Finalissima» der 3. Liga vom FC Biberist 0:0 getrennt und waren damit dank des besseren Torverhältnisses, herrührend aus den beiden Begegnungen gegen Wacker Grenchen und Oensingen, in die 2. Liga aufgestiegen – nach sieben Jahren Zugehörigkeit zur 3. Liga. Der Aufstiegstrainer heisst wie bei der letzten Promotion 2003 Rolf Gerber. Der Baselbieter rang nach der aufreibenden Schlussphase um Worte: «Ich bin sehr froh für die Mannschaft, die ein Jahr lang toll gearbeitet hat. Ich mag es den Jungs einfach gönnen.» Über das Spiel mochte Gerber nicht allzu viele Worte verlieren – viel gibt’s dazu auch nicht zu sagen. Wars die Nervosität? Wars der (zu grosse) gegenseitige Respekt? Jedenfalls: Was Trimbach und Biberist dem zahlreich erschienenen Publikum – 680 Zuschauer wurden als offizielle Zahl genannt – vorsetzten, war schwere Kost – und eigentlich alles andere als ein Bewerbungsschreiben für die 2. Liga. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff liess sich beispielsweise die erste Torchance der Partie überhaupt konstatieren – und auch das nur mit gutem Willen. Verzeichnet hatte diese das Heimteam. Das hatte insofern seine Richtigkeit, als dass Trimbach das aktivere zweier fehlerhafter und gehemmter Teams war. Der Gast aus Biberist war in der ersten Halbzeit auf Abwarten bedacht und suchte den Torerfolg allenfalls auf Konter. Nachteilig für die Wasserämter wirkte sich auch aus, dass mit Stürmer Nico Lüthy schon nach 20 Minuten ihr einziger Torschütze in den Aufstiegsspielen ausgewechselt werden musste.

 

Das Spiel war über weite Strecken – man muss es in dieser Deutlichkeit sagen – zum Gähnen. Zusammenhängende Aktionen waren keine zu sehen, der Rhythmus war bescheiden, die beiden Torhüter mussten ihre Konzentration praktisch ohne Ballkontakte hochhalten. Nach dem Pausentee änderte sich das kurzzeitig. Trimbachs Goalie Giuseppe Giardino konnte sich zweimal auszeichnen: Zuerst bei einer grossen Chance durch Stanossek, nur zwei Minuten danach bei einem Abschlussversuch von FCB-Captain Simon Keller. Anschliessend flachte die Partie erneut ab, lebte nun aber natürlich vermehrt von der Spannung. Trimbach reichte das 0:0 zum Aufstieg, Biberist brauchte ein Tor. Und die Gäste suchten den Treffer nun auch endlich. Zu guten Abschlussgelegenheiten kamen sie dennoch nicht. Trimbachs Captain Patrick Kropf hielt seine Abwehr ausgezeichnet zusammen und liess mit seinen Verteidigerkollegen kaum Chancen zu.

 

In der Offensive aber ging weiter nichts. Der gesperrte Topscorer Lucien Baumgartner wurde sichtlich vermisst; keiner seiner Kollegen konnte für Torgefahr sorgen. Diese gab es zumindest in Ansätzen bloss bei einem Schalt-Freistoss sowie einem Köpfler Edgar Dias’ auf die Lattenoberkante. Nachdem auch noch das letzte Anrennen der Biberister überstanden war, zählte all das indes nicht mehr: «Es ist grandios, super, sensationell», stammelte Trimbach-Präsident Stephan Christ und verriet: «In den letzten 20 Minuten dachte ich, wir würden noch ein Tor kassieren.» Captain Kropf sagte strahlend: «Über die drei Spiele gesehen haben wir den Aufstieg verdient.» Angesprochen auf die bescheidene Leistung und das riskante Spiel, das 0:0 über die Zeit zu retten und so die eigenen Fans auf die Folter zu spannen, meinte er lachend: «Wir müssen den Zuschauern doch etwas bieten.»

Aufstiegspiel: FC Trimbach - FC Oensingen 3:0 (2:0)

Trimbach meldet sich mit einem 3:0 zurück in der Aufstiegsrunde

 

Es war, als hätte er den ganzen Frust in positive Energie umgewandelt. Lucien Baumgartner, Topscorer des FC Trimbach, ist ein Hitzkopf – aber auch, gemessen an vielen anderen 3.- Liga-Kickern, ein Genie. Am vergangenen Dienstag beim ersten Aufstiegsrundenspiel in Derendingen gegen Wacker Grenchen hatte er innert fünf Minuten zwei Verwarnungen gesehen und war vom Platz geflogen – der Wahnsinn war wieder mal zum Vorschein gekommen. Er wird deshalb am kommenden Mittwoch gegen Biberist nicht mittun können.

 

Gestern Abend aber trumpfte Baumgartner gross auf – er kehrte das Genie nach aussen. 3:0 hiess das Resultat nach 90 Minuten zu Gunsten seines Teams, Baumgartner hatte alle drei Treffer erzielt. Sein Team, der FC Trimbach, war den Gästen aus Oensingen auch sonst überlegen. Doch wer weiss, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Baumgartner das rote Trikot der Oensinger getragen.

 

Bitteres Déjà-vu für die Gäste

Die grosse Show des 23-Jährigen begann schon in der 5. Minute: Einen Handsfreistoss zirkelte er unhaltbar in die Oensinger Maschen. Es war ein bitteres Déjà-vu für den FCO und insbesondere dessen Goalie David Kaufmann. So wie Letzterer am Dienstagabend gegen Biberist in der Nachspielzeit einem Freistossball bloss hatte hinterherschauen können, blieb ihm auch diesmal nur die Zuschauerrolle. Und: Wie am Dienstag ging der Gegner Oensingens mit seiner ersten Torgelegenheit gleich in Führung.

 

Nachdem Innenverteidiger Christoph Flury im Anschluss an einen Freistoss den Ausgleich verpasst hatte, entwickelte sich in der Folge ein zähflüssiges Spiel. Beidseits wurde das komplizierte Zuspiel oft dem einfachen vorgezogen. Auch war der Rhythmus nicht allzu hoch. In der 32. Minute zeichnete sich Trimbachs Goalie Giardino bei einer Doppelchance Engels erstmals aus. Er war gestern neben Baumgartner der zweite Held der Einheimischen. Und wie jener hatte auch Giardino am Dienstag noch zu den Unglücksraben gezählt, als er bei beiden Gegentoren nicht schuldlos gewesen war.

 

Der zweite Streich Baumgartners in der 38. Minute war ein Vorgeschmack auf die zweite Hälfte: Nach einem weiten Zuspiel in die Spitze agierte die Oensinger Defensive seltsam passiv und lud den Mann des Spiels geradezu zum Torerfolg ein. Wer nach der Pause nämlich eine energische Reaktion Oensingens erwartet hatte, sah sich getäuscht. Weiterhin schwang das Heimteam das Zepter, das 3:0 noch vor Ablauf einer Stunde war verdienter Lohn für eine Druckphase.

 

Oensingen weitgehend chancenlos

Oensingen mochte auch danach kaum etwas gelingen, das aufgeblühte Trimbach hingegen schien noch etwas für die Tordifferenz tun zu wollen. Oensingen meldete sich erst in der 90. Minute mit einem Lattenschuss nochmals zu Wort; den Nachschuss machte Giardino auf geradezu mirakulöse Weise zunichte. Trimbach reicht nun am Mittwoch gegen Biberist ein Unentschieden zur Promotion in die 2. Liga. Allerdings: Auf Lucien Baumgartner wird man sich nicht verlassen können. «Ich habe meinen Teil gemacht, jetzt müssen die anderen den Rest besorgen», meinte er mit Blick auf den Mittwoch. Makulatur sind inzwischen die Aufstiegsträume Oensingens. Das Hert-Team wird auch 2011/12 in der 3. Liga spielen.

 

Trimbach – Oensingen 3:0 (2:0)

Leinfeld. – 462 Zuschauer. – SR: Kuster. – Tore: 5.

Baumgartner 1:0. 38. Baumgartner 2:0. 56. Baumgartner

3:0.

Trimbach: Giardino; Schalt, Yildirim, Kropf, Pfäffli; Filipovic,

E. Dias (71. Dibrani), A. Dias, Ngokpho (85. Krasniqi);

Baumgartner, Tastan (59. Acar).

Oensingen: Kaufmann; Beqiri, Radonjic, Ch. Flury, Ilgaz;

Engel (66. Stählin), Intelisano, P. Flury (86. Bächler),

Stalder; Aysel (62. Juric), Brunner.

Bemerkungen: Trimbach komplett, Oensingen ohne

Gegaj, Prenaj, Eggenschwiler, Kaya und Wanner (alle

verletzt). Verwarnungen: 59. Tastan (Unsportlichkeit),

70. Juric (Foul). 90. Lattenschuss Oensingen. Gute

Schiedsrichterleistung.

Aufstiegspiel: FC Wacker Grenchen – FC Trimbach 2:1 (0:0)

Zu viele individuelle Fehler

VON HANS PETER SCHLÄFLI (OT)

 

3. Liga Aufstiegsrunde

 

Es war nicht sein Tag. Trimbachs Goalie Giuseppe Giardino faustete in der 17. Minute eine Flanke an den Kopf von Akar Yildirim und der Ball wäre beinahe ins eigene Tor gegangen. Das war aber das letzte Mal, dass der Showman Glück hatte. Kurz nach der Pause versuchte sich Giardino mit einem unmotivierten Dribbling und verlor den Ball. Mead Demiri nahm das Geschenk dankend an und schoss das 1:0 aus 20 Metern ins leere Tor. So richtig verdient war Wackers Führung aber nicht, denn Trimbach spielte bis dahin recht dominant. Die Grenchner schlugen im Zweifelsfall den Ball lieber nach vorne, als im strömenden Regen einen konstruktiven Aufbau zu riskieren. Die Unsicherheit nach der klaren Niederlage im Cupfinal gegen Deitingen war bei Wacker deutlich spürbar. Dann folgten die fünf Minuten des Schiedsrichters: Ivo Ravlija verwarnte in der 58. und in der 62. Minunte Lucien Baumgartner – und schien selber etwas überrascht, als er den Trimbacher Goalgetter des Feldes verweisen musste. Aber man merkte kaum, wer einen Mann weniger hatte. Der Druck liess nicht nach. Dann schoss Besart Biljali einen Freistoss aus spitzem Winkel an Freund und Feind vorbei ins lange Eck, und es hiess 1:1.

 

«Noch ist nichts verloren»
Die Trimbacher Freude währte nicht lange. Nur zwei Minuten später schoss Marinko Zizak aus 20 Metern flach und nicht besonders stark. Goalie Giardino war schlecht postiert, wurde auf dem falschen Fuss erwischt und es hiess 2:1 für Wacker. Trotz eines verzweifelten Anrennens und 6 (!) Minuten Nachspielzeit gelang der Ausgleich nicht mehr. Ja, Trimbach musste sogar froh sein, nicht noch ein Kontertor kassiert zu haben, das in der Endabrechnung entscheidend werden könnte. «Er hat uns im Verlauf der Meisterschaft sehr oft gerettet,
deshalb kann ich ihm nicht böse sein», gab sich Trimbachs Routinier Edgar Dias nach dem Match versöhnlich gestimmt. «Mit dem 2:1 ist zwar noch nichts verloren, aber es wird schwierig, vor allem weil uns jetzt im Sturm ohne Baumgartner die Optionen ausgehen.»

 

Wacker Grenchen – Trimbach 2:1 (0:0)

Heidenegg Derendingen. – 250 Zuschauer. – SR: Ravlija.

Tore: 50 Demiri 1:0. 78. Biljali 1:1. 80 Zizak 2:1.
Wacker: Allemann; Vogt, Scheller, C. Corti, Ly; Mühlhauser,

Zurschmiede, Bischof (65. Arifi), Sadriji (92. Schlup);

Demiri, Zizak (88. K. Corti).
Trimbach: Giardino; Schalt, Yildirim, Kropf, Pfäffli (81.

Bahcivan); Filipovic (67. Biljali), E. Dias, A. Dias, Ngokpho;

Baumgartner, Tastan (55. Acar).
Verwarnungen: 40. A. Dias (Reklamieren), 52. Bischof

(Foul), 58. Baumgartner (Foul), 87. Zizak (Unsportlichkeit).

Platzverweis: 62. Baumgartner (gelb-rot, Foul).

 

3. Liga: SC Blustavia – FC Trimbach 2:6 (1:3)

Der Tabellenführer aus Trimbach gab gleich von Beginn an den Tarif durch und führte rasch mit 2:0. Die Einheimischen verkürzten zwar umgehend auf 1:2, doch die Gäste kontrollierten das Spiel und

bauten die Führung auf 6:1 aus (61.).

 

Tore: 2. Ngokpho 0:1. 8. Tastan 0:2. 9. Uebelhart 1:2. 23.Tastan 1:3. 46. Tastan 1:4. 52. Schalt 1:5. 61. Acar 1:6. 86.Bannwart 2:6.

4. Liga: FC Trimbach – FC Juventus Dulliken 1:1 (0:0)

Im letzten Heimspiel der Saison 2010/2011 unter dem Spielertrainer Marco Kiefer erreichte Trimbach sein 10. Unentschieden der laufenden Saison. Der Spielertrainer selbst war es, welcher mit einem herrlichen Schuss unter die Querlatte für den verdienten Ausgleich gesorgt hat. Dieses Resultat entspricht dem Spielverlauf und hilft Juventus im Kampf gegen den Abstieg.

 

Tore: 0:1, 1:1 Kiefer

3. Liga: FC Trimbach - FC Hägendorf 2:3 (0:3)

Verwundertes Augenreiben nach wenig mehr als einer Viertelstunde. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Hägendörfer Elf den Aufstiegsaspiranten in einem wahren Startfurioso nach allen Regeln der Kunst vorgeführt und eine komfortable Dreitore-Führung herausgeschossen. Völlig überrumpelt, fiel Trimbach’s Antwort zaghaft aus. Erst gegen Ende des ersten Umganges waren zwei brauchbare Chancen zu verzeichnen. Mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause signalisierte Trimbach dann doch noch Kampfbereitschaft. Hägendorf präsentierte sich nach dem Schrecken aber rasch wieder gefasst und schaukelte die knappe Führung recht sicher über die Zeit.

 

Tore: 2. Schulthess 0:1, 9. Husi 0:2, 17. Wernli 0:3, 57. Dias André 1:3, 59. Tastan 2:3

3. Liga: FC Welschenrohr - FC Trimbach 2:3 (2:2)

Beide Mannschaften begannen konzentriert. Nach einem groben Fehler der Thaler konnte Biljali profitieren und brachte die Gäste in Führung. Danach schalteten die Gäste zurück und das Heimteam einen Gang rauf. Nach einem Freistoss von Christ, war es Roth der zur Mitte spielte, wo Dietschti goldrichtig stand – nach 30 Minuten hiess es 1:1. Nur kurze Zeit später verwertete Roth einen langen Pass zum 2:1. Kurz vor der Halbzeit war es Biljali, der dem Torwart des Gegners keine Chance liess und den Ausgleichstreffer für Trimbach zum 2:2 erzielte. Der Siegtreffer gelang den Trimbachern in der 84. Minute. Der von Kropf getretene Freistoss gelang ohne Berührung in die Maschen. Mit diesem eher glücklichen Sieg konnte der Tabellenerste seine Postition definitiv sichern und beendet somit die Saison 2010/2011 als Gruppensieger.

3. Liga: FC Trimbach - FC Mümliswil 3:0 (1:0)

Trimbach fehlt noch ein Punkt

 

3. Liga DerTabellenführer bezwingt Mümliswil im Spitzenspiel der Gruppe 1 mit 3:0 und hat die Aufstiegsspiele vor Augen

 

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen konnte Leader Trimbach einen Vollerfolg mit dem identischen Schlussergebnis einfahren. Obwohl der Leader drei Runden vor Schluss einen Vorsprung von neun Punkten auf den dritten Platz vorweist, wollte Torhüter Giuseppe Giardino noch nichts wissen von der Qualifikation für die Aufstiegsspiele: «Solange der Vorsprung von den Konkurrenten rechnerisch noch eingeholt werden kann, haben wir noch nichts erreicht. Den Sieg werden wir natürlich ausgiebig feiern; jetzt fehlt noch ein Punkt zur definitiven Qualifikation.» Für die geschlagenen Gäste aus Mümliswil verschlechterte sich die Tabellensituation indes, da man den zweiten Rang wieder an Oensingen abtreten musste.

 

«Der Rückstand zur Pause war absolut unnötig», kommentierte Mümliswil-Trainer Schneeberger die ersten von beiden Teams sehr intensiv geführten 45 Minuten. Tatsächlich bekamen die Zuschauer eine temporeiche, hochklassige und von den Chancen her äusserst ausgeglichene erste Halbzeit serviert. Bereits in der 7. Spielminute prüfte der technisch versierte Ngokpho den Gäste-Torhüter mit einem gefährlichen Schuss aus rund dreissig Metern. Nach dem folgenden Eckball bejubelten die Platzherren bereits den angeblichen Führungstreffer, Schiedsrichter Marrasah den Ball von Mümliswils Goalie Teutschmann aber vor der Linie pariert. Rund zehn Zeigerumdrehungen später kreierte das Auswärtsteam seine erste Torchance. Büttler fand in Krizanovic einen Abnehmer für sein Steilzuspiel, der Liga-Topscorer scheiterte aber zuerst an Schlussmann Giardino und spedierte dann den Abpraller deutlich übers Tor. Kurze Zeit später stand auf der Gegenseite plötzlich Tastan alleine vor Mümliswils Schlussmann, sein Abschluss fand den Weg ins Tor aber ebenfalls nicht. In der 28. Spielminute folgte die spielentscheidende Szene: Baumgartner luchste Gästeverteidiger Dominik Ackermann den Ball im Strafraum ab, verzögerte den Abschluss vor dem Goalie noch einmal geschickt und schob dann souverän zur Führung ein. Die Schneeberger-Elf schien geschockt ob dieses Rückschlags und einzig bei einem Freistoss kurz vor dem Seitenwechsel flackerte noch einmal Torgefahr auf. Büttlers Schuss entschärfte Edgar Dias für seinen Goalie auf der Linie.

 

Schneeberger: «Die Luft draussen»

«Über das Geschenk beim 0:1 habe ich mich sehr geärgert. Aber im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch konnten wir heute zu keiner Zeit unser gesamtes Leistungsvermögen abrufen. Nach dem Rückstand wurde unsere Aufgabe gegen den Leader noch schwieriger und in der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass bei uns der Pfupf draussen ist», lautete das Fazit von Schneeberger. Tatsächlich konnten die Mümliswiler die Hausherren kaum einmal mehr in Bedrängnis bringen. In der 66. Minute drückte Trimbachs Stürmer Baumgartner dem Spiel endgültig seinen Stempel auf. Elegant, wie er das hohe Zuspiel von Ngokpho unter Kontrolle bekam und dann den herauseilenden Torwart Teutschmann überlobbte. Kaum fünf Minuten später gelang dem omnipräsenten und laufstarken Ngokpho noch der Treffer zum 3:0-Schlussresultat. Für Goalie Giardino lautet das Ziel nun, den ersten Platz ins Trockene zu bringen, um in den Aufstiegsspielen über zwei Heimauftritte verfügen zu können.

 

An eine Klassierung unter den besten zwei glaubt Mümliswil-Trainer Schneeberger im Moment nicht mehr so recht. Es sollen nun noch drei Siege folgen und dann werde man sehen, ob der Hauptkonkurrent Oensingen noch Punkte liegen lässt.

 

Telegramm Trimbach – Mümliswil 3:0 (1:0), Leinfeld. – 150 Zuschauer. – SR: Marra. – Tore: 28. Baumgartner 1:0. 66. Baumgartner 2:0. 70. Ngokpho 3:0.

 

Trimbach: Giardino; Pfäffli, Kropf, Yildirim, Schalt (68. Krasniqi); Filipovic, E. Dias, A. Dias, Ngokpho; Tastan (45. Acar, 82. Bahcivan), Baumgartner.

 

Mümliswil: Teutschmann; Hammer, N. Ackermann, D. Ackermann, Bloch (45. Disler); Krizanovic, Büttler, Kohler, Häfliger (68. Frei); Milosevic (61. Wehrli), Nganga.

 

Bemerkungen: Verwarnungen: 11. Tastan (Unsportlichkeit), 37. Edgar Dias (Foul), 40. Andre Dias (Handspiel), 45. Kropf (Foul), 90. Filipovic (Unsportlichkeit).

 

3. Liga: FC Wangen a/A : FC Trimbach 0:3 (0:1)

Trimbachs Co-Trainer Edgar Dias gelang inWangen an der Aare ein echtes Kunststück: Bereits in der 10. Minute wurde er mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Dias war zuerst wegen Reklamierens verwarnt worden und hatte danach für seinen höhnischen Applaus gleich die zweite gelbe Karte gezeigt bekommen. SeineTeamkollegen liessen sich dadurch allerdings nicht beeindrucken und hatten das Spiel auch zu zehnt im Griff. Beim Penalty, der zum 1:0 für die Gäste führte, wurde auch einer der Berner vom Platz gestellt (37.), womit auf dem Platz wieder numerischer Gleichstand herrschte. (OTR)

 

Tore: 37. Baumgartner (Foulpenalty) 0:1, 65. Tastan 0:2, 67. Ngokpho 0:3

3. Liga: FC Trimbach - FC Winznau 4:1 (0:1)

Bis kurz nach Wiederanpfiff durfte das nicht unverdient in Führung liegende Winznau auf dringend benötigten Punktezuwachs hoffen. Der sich abzeichnende Ausgleichstreffer sorgte für einen ersten Riss im stets wackliger werdenden Winznauer Fundament. Vorerst musste aber der Trimbacher Schlussmann Giardino – der zweimal glänzend parierte – sein nun spielbestimmendes Team auf Kurs halten, ehe Dias erst zehn Minuten vor dem Ende für die endgültige Wende sorgen konnte. Mit zwei Toren in der Nachspielzeit wurde dem Derbysieg noch ein komfortabler Anstrich verliehen.

 

Tore: 35. Hürzeler 0:1, 52. Tastan 1:1, 80. Dias Edgar 2:1 , 91. Biljali 3:1, 93. Ngokpho 4:1

4. Liga: FC Trimbach - Türk. FC Olten 3:4

Die aufkommenden Gewitterwolken über dem Sportplatz Leinfeld liessen nichts Gutes verheissen. So verspielte das klar favorisierte Heimteam gegen den sich im Abstiegskampf befindenden Gegner sowohl eine 1:0 als auch eine 3:1 Führung. Schlussendlich waren es die Spieler des Türkischen FC Olten, die mit einem 3:4 Erfolg als Sieger vom Platz gingen und sich drei wichtige Punkte im Schlussspurt um den Klassenerhalt holten.

3. Liga: FC Trimbach - FC Oensingen 1:1 (0:0)

Bei Spielende des Spitzenkampfes waren der FC Oensingen, hier mit Patrick Flury am Ball, und der FCTrimbach wieder auf Augenhöhe Bei Spielende des Spitzenkampfes waren der FC Oensingen, hier mit Patrick Flury am Ball, und der FCTrimbach wieder auf Augenhöhe


Status quo an der Spitze

3. Liga Trimbach gleicht gegen Oensingen spät aus (1:1) und wahrt den Vorsprung

VON ACHIM GÜNTER (OT)

 

Oensingens Trainer Erich Hert raufte sich die Haare. Eben hatte sein Linksverteidiger Volkan Ilgaz nach einem Freistoss wenige Meter vor dem Trimbacher Tor völlig unbedrängt zu einem Flugkopfball ansetzen können – und ihn übers Gehäuse gesetzt. Das war in der 54. Minute. Eine so gute Chance würde so schnell nicht wieder kommen. Und ob Trimbach bei einem Zweitorerückstand nochmals ins Spiel zurück gefunden hätte? Der Gast aus Oensingen führte da nämlich schon: Nach dem Pausentee waren noch keine zwei Minuten gespielt, als Stürmer Sandro Brunner im Anschluss an einen Einwurf den Abpraller wuchtig in die Maschen drosch. Vorausgegangen war dem Treffer wie bei der Ilgaz-Chance eine Standardsituation. Vor jenen hatte Trimbachs Trainer Rolf Gerber zuvor gewarnt. Mit einer 2:0-Führung hätte alles für Oensingen und Hert gesprochen, der vor dem Auftritt beim Leader selbstbewusst gesagt hatte: «Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass wir verlieren. Ich rechne schwer damit, dass wir gewinnen.» Der FCO hatte das Hinspiel mit 1:0 gewonnen.

 

Trimbach von Beginn weg hellwach

Zu Beginn der Partie, vor sehr gut gefüllten Rängen auf dem Leinfeld, sorgte aber vor allem Trimbach für die Musik. Hellwach ins Spiel gestiegen agierte das Heimteam feldüberlegen und verzeichnete durch Pfäffli und Topscorer Lucien Baumgartner auch die ersten beiden guten Tormöglichkeiten. Allerdings war auch Oensingen jederzeit gefährlich. Im Unterschied zur Gegenseite musste indes FCT-Goalie Giardino kaum je eingreifen. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit glichen sich die Spielanteile aus, unmittelbar vor der Pause schien Trimbach sogar ein wenig für das hohe Anfangstempo zu büssen. In der 36. Minute hätte sich das Heimteam zudem nicht beklagen können, wenn Schiedsrichter Fetaj nach einer Intervention im Strafraum auf Elfmeter zu Gunsten der Gäste entschieden hätte. Nach Ablauf einer Stunde – Oensingen führte mittlerweile verdient und eher zu knapp – folgte ein Trimbacher Sturmlauf: Filipovic aus halblinker Position, Schalt mit sehenswertem Lattenkopfball und verschiedene Trimbacher Schützen nach Freistössen scheiterten aber vorerst an FCO-Keeper Kaufmann, am eigenen Unvermögen – oder hatten schlicht Pech. Die Gäste konnten sich in dieser Phase nur unzureichend aus der gegnerischen Umklammerung lösen, die Konterangriffe verpufften jeweils schnell.

 

FCT-Einwechselspieler gleicht aus

Kurz vor Schluss wurde der grosse Aufwand der Trimbacher dann belohnt: Der eingewechselte Kadir Tastan stand nach einem weiten Freistossball goldrichtig und konnte Kaufmann mit dem Oberschenkel bezwingen. «Anhand der letzten halben Stunde ist der Punktgewinn sicher verdient », meinte FCT-Goalie Giuseppe Giardino. «Wir wussten, dass sie gewinnen müssen, nicht wir. Insofern sind wir mit dem Resultat zufrieden.» Der Oensinger Torschütze Sandro Brunner sprach vom Verpassen einer «grossen Chance», da man mit einem Sieg wieder bis auf zwei Punkte an Leader Trimbach herangerückt wäre. Und er monierte: «Wenn wir hinten reinstehen, kommts nicht gut. Wir hätten besser probiert, weiterhin nach vorne zu spielen.» Zum Sieg hätte es dennoch beinahe gereicht. In der Nachspielzeit zwang nämlich nochmals Brunner Giardino zu einer Parade. Trimbach war da nur noch zu zehnt. Hitzkopf Baumgartner hatte kurz zuvor die zweite gelbe Karte kassiert – wie schon die erste in der Nachspielzeit der Halbzeit und wiederum wegen Reklamierens.

 

Tore: 47. Brunner 0:1, 88. Tastan 1:1

4. Liga: FC Gerlafingen - FC Trimbach 1:1 (1:1)

Trimbach startete stark in dieses Spiel und ging verdient 1:0 in Führung. Danach baute Trimbach jedoch ab und lies Gerlafingen besser ins Spiel kommen. Den ersten Ausgleichversuch der Heimelf konnte der FCT-Goali Lukas noch bravourös abwehren, doch beim 2. Versuch kurz vor der Pause musste auch er sich geschlagen geben. In der 2. Halbzeit flachte das Spiel ab. Den Spielern war die Hitze und das harte Terrain anzumerken. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Am Ende war das 1:1 dem Spielverlauf gerecht. Trimbach verpasste so die Chance, dem drittplazierten Dulliken bis auf einen Punkt aufschliessen zu können.

 

Tore: Y. Born 1:0, 1:1

3. Liga: FC Olten - FC Trimbach 1:4 (1:2)

Bei heissen Temperaturen führte Trimbach die feinere Klinge. Nach einem Eckball konnte Edgar Dias vor dem Tor einschieben, nur vier Minuten später entwischte Baumgartner der Oltner Verteidigung und markierte das 0:2. Nach diesen Toren kam Olten besser ins Spiel und erzielte prompt den Anschlusstreffer durch Vinci. In der 2. Halbzeit kam das 1:3 aus dem Nichts: Schalt tankte sich an der Seitenlinie durch, und seine Hereingabe senkte sich hinter den Goalie ins Tor. Durch einen weiteren Treffer von Kropf war die Partie gelaufen. Der Sieg Trimbachs war verdient. (OT)

 

Tore: 19. Dias 0:1, 23. Baumgartner 0:2, 34. Vinci 1:2, 54. Schalt 1:3, 66. Kropf 1:4

4. Liga: FC Trimbach - FC Dulliken 4:2 (1:2)

Nach einem frühen 0:2 Rückstand fing sich Trimbach auf und konnte bis zur Pause auf 1:2 verkürzen. Beim Pausentee muss der Trainer die richtigen Worte gefunden haben. Das Heimteam dominierte die 2. Halbzeit und konnte das Spiel, trotz einem verschossenen Elfmeter, wenden und am Schluss den Platz verdient als Sieger verlassen.

 

Tore: Y. Born 1:2, Y. Born 2:2, Ph. Wittwer 3:2, R. Wittwer 4:2

3. Liga: FC Trimbach - FC Wolfwil 5:1 (1:1)

Entgegen dem Spielverlauf kamen die Gäste kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde zum Führungstreffer. Erst ein Torwartfehler ermöglichte Trimbach, noch vor der Pause resultatmässig gleichzuziehen. Entscheidend geknackt wurde das Wolfwiler Bollwerk nach 54 Spielminuten. Zwar gelang nun der Ausbau der Führung in regelmässigen Abständen, doch das klare Verdikt  zum Schluss beschönigt lediglich einen mühsam erkämpften Arbeitssieg. (OT)

 

Tore: 27. Caluore 0:1, 35. Schalt 1:1, 54. Filipovic 1:2, 63. Baumgartner 1:3, 72. Kropf 1:4.
90. Ngokpho 1:5

4. Liga: FC Schönenwerd - FC Trimbach 1:3 (1:3)

Gegenüber dem letzten Spiel gegen Oltenese fand Trimbach von Beginn weg besser ins Spiel. Trotz eines 0:1 Rückstands nach einem Eckball konnte Trimbach das Spiel bis zur Pause mit 3 Toren verdient wenden. In der 2. Halbzeit wurde die Führung gekonnt verwaltet. Trimbach erreichte somit einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Liga-Kontrahenten.

 

Tore: 1:0, Ngokpho (FE) 1:1, Wittwer 1:2, Born 1:3

3. Liga: FC Kestenholz - FC Trimbach 0:2 (0:0)

Aus der Überlegenheit in der ersten Halbzeit konnte Kestenholz kein Kapital schlagen. Girardino parierte einen scharf getretenen Freistoss von Rudolf von Rohr und hielt auch, als Bättler aus der Drehnung schoss. Bei hohem Tempo waren genaue Zuspiele wegen des holprigen Terrains eher selten. Nach der Pause sah Schalt seinen Abschluss und auch seinen Nachsetzversuch von Hirt abgewehrt. Geschlagen geben musste sich der Kestenholzer Kepper jedoch dem durchlaufenden Filipovic und Dias, dem drei Minuten Später das 0:2 gelang. Der Leder siegt dank Routine und Übersicht. (OT)

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