Etwas Geschichte Aus der Vereinsgeschichte des FC Trimbach 1907 Stolz posieren 12 Aktive (darunter mit weissem Hemd und Gilet wohl der Präsident) auf dem ersten offiziellen Mannschaftsfoto des FC Trimbach im Gründerjahr 1907. Auf einem späteren Foto (aufgenommen auf dem damaligen Fussballplatz „Eisenbahn“ an der Freie Strasse) figurieren Namen wie Fritz Moor, Böber Mazzarana, Giuseppe Santo, Willi Mikes, Max Grolimund, Bruno Walti, Fritz Rihm, Emil Hüsler, Walter Strub, Ernst Scheurer, Hugo Zimmermann. 1930 Da keine qualifizierten Trainer zur Verfügung stehen, leiten verschiedene Spieler jeweils die Trainings. Der FC Trimbach stellt lediglich eine Mannschaft, die mit nur 2 Trainingsbällen und einem einzigen Matchball auskommen muss. 1931 Der FC Trimbach präsentiert auf dem Siegerfoto den Pokal des Turniersiegers am Grenchner Fussballturnier 1932 Am 14. August 1932 verliert die Auswahlmannschaft des Solothurner Kantonalverbandes das Spiel gegen den Oberaargauer-Emmentaler Kantonalvertreter mit 2:3 Toren. Mit Ernst Scheurer und Bruno Sutter stehen zwei Aktive des FC Trimbach in den Reihen der Kantonalauswahl. 1934 An der Monatsversammlung vom 25. August 1934 wird folgender Vereinsvorstand gewählt: Ammann (Präsident), Berlinger Eduard (Vice-Präsident), Mikes Willy (Kassier), Schütz Georges (Sekretär), Rihm Walter (Materialverwalter) Ammann O. und Bärtschi W. (Platzverwalter), Läuppi jun. (Spiko-Präsident), Andreoli Elv. (Spiko-Sekretär), Studer Max (Captain 1. Mannschaft), Frey Willy (Captain 2. Mannschaft). Der dabei vorliegende Kassabericht nennt den Saldostand „null“. An dieser Versammlung wird auch bereits über „Ablösungssummen“ diskutiert. Danach haben Spieler, welche den Verein verlassen wollen und innerhalb eines 16 km-Rayons in eine andere Mannschaft eintreten wollen, eine Ablöse von Fr. 100.-- zu bezahlen. Speziell sollen die Spielerabgänge zum FC Olten und Sportclub Olten gehemmt werden. Der Antrag wird übrigens einstimmig angenommen 1936 Ein Oesterreicher namens Kies wird erster vollamtlicher Trainer des FCT. Nebst einem Trainergehalt genoss er freie Kost und Logis im Restaurant “Schiff“ 1937 Eine Legende unter dem Mannschaftsfoto zählt folgende Spieler auf: Hofmann, Signorelli, A. Nadalet, Wertensohn, Bluest, P. Kamber, Bohrer, W. Kamber, M. Nadalet, Ammann, Zimmermann. Die Ebbe in der Vereinskasse führte zu einer Fusion mit dem SC Olten. Die Generalversammlung vom 31. Juli 1937 lief jedenfalls unter dem Namen V.S.T.O. (Vereinigter Sportclub Trimbach-Olten). An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 15. September 1937 im Restaurant „Kastaniengarten“ werden zur Schuldenregulierung Anteilscheine an die anwesenden Mitglieder verteilt, was zu teils heftiger Opposition unter den Anwesenden führt. 1938 Als zweiter Trainer wird der Engländer Towuly engagiert. Die ausserordentliche Vereinsversammlung vom 23. Februar 1938 hat sich mit nicht bezahlten Anteilscheinen zu befassen. 1947 Mit einem 3:1 Sieg in Lenzburg wird der VSTO Trimbach unter den Fittichen von Trainer Franzelli Drittliga-Meister und steigt erstmals in die 2. Liga auf. 1947/48 Der VSTO Trimbach spürt in seiner ersten 2. Liga-Saison (Region Aargau) ständig das Abstiegsgespenst im Nacken und kann sich erst in einer Entscheidungspoule der drei Letztplazieren mit zwei Unentschieden gegen Aarau II und Sporting Aarau den Ligaerhalt sichern. 1948/49 Der VSTO Trimbach wird in die Region Nordwestschweiz umgeteilt und erwartet unter anderem Gegner wie Basel, Concordia Basel, Old Boys, Delsberg. In einer Pressevorvorschau des VSTO Trimbach ist folgendes zu lesen: “Noch etwas für Fussballfanatiker: Mit der neuen Saison sind auch neue Spielregeln eingeführt worden. Wir bitten diejenigen, welche diese Mitteilung angeht, gebührend davon Kenntnis nehmen zu wollen. Die Spieler kennen sie, der Schiedsrichter kennt sie, ein Teil der Zuschauer kennt sie. Die Entscheide des Schiedsrichters sind massgebend, pfeifen und Verwendung ungebührlicher Wortschwalle schaden nur dem Verein. Also bitte um Anständigkeit, auch auf dem Fussballplatz!!“ An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2.11.1948 wird die Vereinigung VSTO zu Grabe getragen und die Namensänderung in FC Trimbach mit 25 zu 4 Stimmen genehmigt. 1949/50 Trimbach eliminiert in der „Dellen“ vor 850 Zuschauern im Schweizer-Cup den Erstliga-Leader Concordia Basel. Im Matchbericht des „Oltner Tagblattes“ ist zu lesen: „“Der Sieg gewinnt an Bedeutung, wenn man weiss, dass Trimbach während der ganzen Verlängerung nur mit zehn Mann spielen konnte, da Nöthiger IV früh auf den Zug musste ......“. Dem FC Trimbach wird für die nächste Runde der BSC Young Boys zugelost. 2500 Zuschauer drängen sich am Nachmittag des 30. Oktober auf dem Sportplatz Dellen, die einen wahren Grosskampf erleben, in welchem der FC Trimbach erst in den Schlussminuten den entscheidenden Verlusttreffer zum 3:4 Schlussresultat hinnehmen muss. Den Höhepunkt in dieser Saison setzt der FC Trimbach aber mit dem erstmaligen Aufstieg in die 1. Liga. Die Aufstiegspoule mit den Gegnern Kickers Luzern und dem Tessiner Vertreter Melide musste nach Punktgleichheit (jede Mannschaft gewann ein Spiel) wiederholt werden. Gegen Melide kam es im ersten Match im Tessin nach Tumulten zu einem Spielabbruch und in der Folge zu einer Forfaitniederlage der Trimbacher. Mit dem Heimsieg gegen Melide (3:1) und dem Auswärtserfolg in Luzern (3:5) schaffte Trimbach souverän den Aufstieg. 1951/52 Mit einen richtigen Volksfest über das Wochenende vom 8./9. September 1951 wird der neue Sportplatz “Leinfeld“ eingeweiht. Sportlich muss der FC Trimbach den Weg zurück in die 2. Liga antreten. In der Relegationsrunde verliert Trimbach das entscheidende Heimspiel gegen Montreux mit 2:3 Toren. 1957/58 In der Vereinsleitung taucht unter der Juniorenkommission erstmals als Mitverantwortlicher der Name Engelbert Müller auf. Zwei Jahre später wird er als Juniorenobmann gewählt und unter seiner Regie erlebt der FC Trimbach eine beispiellose Juniorenförderung. 1958/59 Die “Legende“ Hermann Kläusler kehrt zum FC Trimbach zurück. Er gilt als Baumeister der FCT-Erfolge in dem 60er-Jahren. 1960/61 Nach dem Abstieg des Erzrivalen Olten aus der 1. Liga ist in der Zweitliga-Meisterschaft wieder Derby-Stimmung angesagt. Zu Gast in Olten gewinnen die Trimbacher das Derby mit 2:1 Toren, verlieren dafür zu Hause mit 2:3 Toren. Nicht weniger als 1'800 (!) Zuschauer verfolgen auf dem Sportplatz Leinfeld diesen Spitzenkampf. 1961/62 Der FC Trimbach nimmt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der ATEL die Kunstlichtanlage auf dem Sportplatz “Leinfeld“ in Betrieb. Der FCT agiert sehr erfolgreich im Schweizercup-Wettbewerb. Nacheinander werden Kestenholz, Wangen bei Olten und der Oltener Stadtclub eliminiert, ehe die Kläusler-Elf auswärts gar den Erstligisten Lengnau gleich mit 6:2-Toren abfertigt. Erst der Nationalliga-B-Club Winterthur begräbt vor 2'500 Zuschauern auf dem Trimbacher Leinfeld mit einem klaren 4:1-Sieg die Trimbacher Cupträume. 1962/63 Neuer Spielertrainer des FC Trimbach ist Gerhard Studer, der mit dem FC Biel in der Saison 1958/59 den Aufstieg in die Nationalliga A schaffte und im ersten Jahr in der obersten Spielklasse mit seinem Verein hinter den Berner Young-Boys den Vizemeister-Titel errang. Er führt den FC Trimbach auf den 2. Schlussrang. Den anvisierten Meistertitel holt sich der “ewige“ Rivale Olten. Der Derby-Klassiker vermochte auch diese Saison im Leinfeld 2'000 Zuschauer zu mobilisieren. 1963/64 Mit 8 Punkten Vorsprung wird Trimbach überlegener Gruppenmeister. In der Aufstiegspoule mit Mendrisio und dem SC Zug hätte den Trimbachern im letzten Heimspiel gegen die Kolinstädter ein Unentschieden genügt. Mit dem Siegtreffer drei Minuten vor Spielende lassen die Zuger den Traum vom Aufstieg platzen. 1964/65 Trimbach ist wieder Regionalmeister und schafft in den Finalspielen gegen Breite Basel und Schöftland den angestrebten Aufstieg in die 1. Liga. Für Furore sorgt die 1. Mannschaft auch im Schweizercup. Nach Siegen über Birsfelden, Oberdorf, Wangen und den 1.-Liga-Verein Nordstern Basel (0:3) stösst man in die 3. Hauptrunde vor. Der Nationalliga-B-Club Solothurn wird auf dessen eigenem Terrain sensationell mit 2:0-Toren gedemütigt. Erst auswärts beim Erstliga-Vertreter Delsberg endet der bemerkenswerte Höhenflug, der einen neuen Markstein in der Geschichte des FC Trimbach setzt. Engelbert Müller steigt mit den Junioren A in die interregionale Klasse auf. 1965/66 Der FC Trimbach kann in der Zentralgruppe der 1. Liga nicht Fuss fassen. Trainer Gerhard Studer wirft das Handtuch und wird von Paul Stehrenberger (ex FC Aarau, vorher Luzern und Grasshoppers) abgelöst, Der sofortige Wiederabstieg kann trotzdem nicht vermieden werden. Dagegen behaupten sich die A-Junioren in der Inter-Klasse. 1966/67 Wieder greift der FC Trimbach im Schweizer-Cup-Wettbewerb nach den Sternen. Ueber die Stationen Kappel, Klus-Balsthal, Muttenz und Schönenwerd wird in der 2. Hauptrunde Zähringia Bern nach dem 3:3-Heim-Unentschieden in der Spielwiederholung in der Bundeshauptstadt 2:0 bezwungen. Beim Nationalliga-B-Club Thun wird Trimbach vom Glück verlassen und scheitert nach prächtiger Gegenwehr mit 0:2 Toren. Zwanzig “alte Herren“ habe sich auf Initiative von Bruno Straub zu einer Seniorenmannschaft zusammengeschlossen. Der Grundstein für die später so erfolgreiche Seniorenbewegung ist gelegt. 1967/68 Trimbach setzt sich erneut in der Meisterschaft durch und wird mit 7 Punkten Vorsprung Regionalmeister. In den Aufstiegsspielen setzt sich der FCT gegen Aegerten-Brügg und Bözingen 34 durch. Der neuerliche Aufstieg in die 1. Liga ist Tatsache. Der FC Trimbach feierte seinen Aufstieg mit einem Propagandaspiel gegen den mehrfachen Schweizer Meister FC Zürich, der mit der frischgebackenen Meistermannschaft (Grob, Neumann, Münch, Leimgruber, Kyburz, Kuhn, P. Stierli, Winiger, Künzli, Martinelli, Meyer) antrat und für einen Zuschauerrekord auf dem Leinfeld (3'000 Zuschauer) sorgte. Der FCZ siegte in einer wahren Fussballdemonstration mit 11:2 Toren. 1968/69 Wie schon in der Saison 1965/66 war die Promotion identisch mit dem sofortigen Wiederabstieg. Die Vereinsgeschichte wird zeigen, dass es für den FC Trimbach ein andauernder Abschied aus der höchsten Amateurliga sein wird. 1969/70 Alle reden in Trimbach vom sofortigen Wiederaufstieg. Als die 1. Mannschaft anlässlich der Sportplatz-Einweihung “Grien“ im benachbarten Winznau den B-Club FC Aarau im offiziellen Eröffnungsspiel mit 2:0 Toren schlägt, sind diesbezügliche Hoffnungen neu genährt. Trimbach wird in der neuen Umgebung aber rasch von der Realität eingeholt. 1973/74 Am 6. September gastiert vor 1'300 Zuschauern erneut der FC Zürich zu einem Propagandaspiel in Trimbach. Ein gross aufspielender FCT erinnert an “alte Zeiten“ und bringt Kuhn, Martinelli, Jeandupeux, Botteron und Co. arg ins Schwitzen. Bei bei Halbzeit führt man keck mit 1:0 Toren und muss sich zum Schluss nur hauchdünn 1:2 geschlagen geben. Mit dem 5:2 Sieg über die FC Breite Basel qualifizieren sich die erst vor einem Jahr aus der regionalen Juniorenklasse promovierten Inter-A-2-Junioren unter ihrem Trainer Harald Frey für die A-1-Klasse. Mit dabei ein gewisser Silvano Bianchi, dem später als Nationalliga-Spieler (Grasshopper, Grenchen, Neuchchâtel-Xamax) gar der Sprung ins Kader der Nationalmannschaft gelingt. 1975/76 Sportlich bringt der FC Trimbach kaum mehr ein Bein vor das andere. Für Schlagzeilen sorgt dafür der beurlaubte Trainer Kuno Blaser, der seinen Spielern in einem Rundschreiben Geldprämien für das Erreichen des 1. Ranges versprach. Ein böser Verstoss gegen die ZUS-Reglemente, von dem sich der Vorstand zwar distanziert, aber gleichwohl zur Rechenschaft gezogen wird. Viel Staub wurde aufgewirbelt und es setzte für beide Seiten saftige Bussen ab. In dieses schlagzeilenträchtige Bild passt die schillernde Verpflichtung des ungarischen Ex-Internationalen Balazs Molnar als Trainer, der als grosser Hoffnungsträger aber ebenso wenig wie seine Vorgänger den Erfolg zurückbringen kann. 1979/80 Der anhaltende Krebsgang der letzten Jahre erlebt seinen Tiefpunkt. Der FC Trimbach muss in seiner Vereinsgeschichte den erstmaligen Abstieg aus der 2. Liga konstatieren. 1981/82 Der FC Trimbach wird 75 Jahre alt und macht sich mit dem Wiederaufstieg in die höchste kantonale Liga das schönste Geschenk gleich selber. Mit René Wyss als Teamverantwortlichen war ein “FC-Eigengewächs“ für den Erfolg verantwortlich. In den Aufstiegsspielen gegen Wiedlisbach und Bettlach setzt sich der Drittligameister mit zwei klaren Siegen und der Erringung des Kantonalmeister-Titels souverän durch. Nach 1961, 1964, 1965 und 1966 wird der FC Trimbach erneut für die “beste Vereinsleistung“ ausgezeichnet, die dem jubilierenden Verein den totalen Erfolg beschert. 1984/85 Nach dem verlorenen Entscheidungsspiel gegen den FC Mümliswil tritt der FC Trimbach wieder den bitteren Gang in die 3. Liga an. Für Höhepunkte sorgen andere Vertreter des Vereins. Die Reservemannschaft steigt in die 3. Liga auf. Die Senioren sichern sich den Titel des Kantonalmeisters. 1986/87 In der letzten Runde von Widersacher Fulenbach eingeholt, sichert sich Trimbach erst im Entscheidungsspiel gegen den Gäuer Vertreter den Gruppensieg. Trotz verpatztem Auftakt in den Aufstiegsspielen (0:1-Heimniederlage gegen Leuzigen) sichert sich die stark verjüngte Mannschaft des FC Trimbach unter Trainer Fredy Künzli mit einem 4:1-Auswärtserfolg in Flumenthal den zweiten Aufstiegsplatz. 1987/88 Wie gewonnen, so zeronnen. Drei Runden vor Schluss steht der FC Trimbach nach der Niederlage gegen den Nachbarrivalen Wangen bei Olten erneut als Absteiger fest. Mit Hubert Stöckli, Erich Münzer und René Wyss „verbraucht“ der FC Trimbach in dieser Saison gleich drei Trainer, die allesamt den sofortigen Wiederabstieg nicht verhindern können. 1989/90 Transfersieger Trimbach wird in der Saisonvorschau als meistgenannter Favorit gehandelt. Der sorfortige Wiederaufstieg bleibt aber ein Traum. Ex-Goali Jean-Louis Schafer kehrt vom 1.-Liga-Absteiger FC Olten an den Ursprung seiner Karriere (FC Zürich, FC Suhr) zurück und gibt sein Trainerdebüt. Unter anderem kehrt auch der ehemalige Junior Ramon Vega zu seinem Stammverein zurück, der dann mit dem Wechsel zum Grasshoppers Club Zürich eine glanzvolle, internationale Karriere startete. Nach seinem Wechsel nach der Weltmeisterschaft 1994 in den USA wechselte er zusammen mit dem Nationaltorhüter Pascolo zum italienischen Serie-A-Club Cagliari. Heute spielt er in der englischen Premier-League bei Tottenham Hotspurs. Für Furore sorgen einzig die Senioren, den den Cupfinal erreichen, in diesem aber an Subingen scheitern. 1990/91 Weiterhin keine Erfolgsmeldungen für das Fanionteam, derweil die Senioren erneut den Solothurner Cupfinal erreichen und wieder Subingen unterliegen. Als Finalteilnehmer sind sie aber für die nationalen Schweicup-Wettbewerb qualifiziert, in dem sie den ganz grossen Coup landen. Im Final in freiburgischen La Tour-de-Trême stehen sie dem Genfer Vertreter Collex-Bossy gegenüber und lassen sich nach einem packenden Finale (3:3, 8:7 n.P.) als offiziellen Schweizercup-Sieger feiern. 1992/93 In einer missratenen Saison, in welcher der FC Trimbach bei Meisterschaftsschluss nur einen Punkt vom abstiegsberechtigten Platz liegt, dreht sich erneut das Trainer-Karussell. Nach nur sechs Spieler in der Vorrunde wird Hanspeter Schmid interimistisch von Willi Wiedmer abgelöst, der seinen Platz in der Rückrunde Roger Hofer überlässt. In einem wahren Hitchcock-Final im letzten Meisterschaftsspiel zieht der FC Trimbach noch einmal seinen Kopf aus der (Abstiegs-)Schlinge. Die Senioren nehmen am EURO-Turnier in Sauve (Südfrankreich) teil und feiern den inoffiziellen Titel eines „Vize-Europameisters“ 1993/94 Es macht den Anschein, als will der FC Trimbach wieder zu neuen Ufern aufbrechen. Nach Abschluss der Vorrunde liegen die Hofer-Schützlinge nur zwei Zähler hinter dem Leader Oltenese. Die Trimbacher können in der Rückrunde ihre Position behaupten, Oltenese setzt sich aber souverän durch. Im Schweizer-Cup bedeutet erst der 2.-Liga-Meister Subingen im Halbfinal die Endstation der Cupträume. Die Senioren sichern sich den kantonalen Meistertitel und mit diesen erfreulichen Erfolgsmeldungen scheinen die Weichen für eine erfolgreichere Zukunft (sprich Rückkehr in die höchste regionale Liga) gestellt. 1994/95 Der Hammerschlag! Trimbach muss nach einem totale Einbruch in der Rückrunde (1 Punkt aus 9 Spielen) in der schwärzesten Stunde und absoluten Tiefpunkt in seiner Vereinsgeschichte den für unmöglich gehaltenen Gang in die 4. Liga antreten. Im Jahresbericht des Solothurner Kantonal-Fussballverbandes ist zu lesen: “In die 4. Liga absteigen muss mit dem FC Trimbach ein Verein, der vor längerer Zeit noch in der 1. Liga spielte und in unserer Region während Jahren die Zweitligaszene geprägt hat“. Ihrer Erfolgslinie treu bleiben dagegen die Senioren, die fast obligatorisch im Final stehen und sich im Final gegen Dulliken die Cup-Trophäe erobern. 1995/96 Trimbach muss sich auch in der 4. Liga mit unerwarteten Problemen herumschlagen und die junge Mannschaft kommt nicht vom Fleck. Der lediglich 5. Schlussrang ist doch eine arge Enttäuschung. Verärgert über den ständigen Aderlass seiner Teamspieler wirft Roger Hofer nach der Vorrunde das Handtuch. Stephan Bärtschi übernimmt neu das Zepter. Die Ehre der Trimbacher Clubfarben retten einmal mehr die Senioren, die im Finalkampf um den Solothurner-Cup diesmal den FC Mümliswil auf die Verliererstrasse drängen. 1996/97 Der FC Trimbach nimmt seine zweite Saison in der Viertliga-Meisterschaft in Angriff, beendet die Saison aber erneut weit hinter dem ersehnten Aufstiegsplatz. Nun hängen auch für die Senioren allmählich die Trauben zu hoch. Die Mannschaft, die neben ihren Meisterschafts- und Cup-Erfolgen auch unzählige Erfolge an den Kantonalen Hallen-Turnieren ( Sommer und Winter) vorweisen kann, geht auch diese Saison gänzlich leer aus. 1997 bis 2001 Werden in der Viertliga keine grossen Stricke zerrissen. 2001/02 Mit dem neuen Trainergespann Peter Schneiter und René Wyss kam sehr viel neuer, positiver Wind in diese Mannschaft und die Vorbereitung verlief sehr gut und reibungslos. Nach der Vorrunde konnten wir uns noch immer berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg machen. Leider ging das wichtige, erste Rückrundenspiel gegen Kappel verloren und somit wahrscheinlich auch die Hoffnung den langersehnten Aufstieg diese Saison endlich zu schaffen. Entsprechend gross war deshalb auch die Enttäuschung, als es definitiv feststand, dass es nicht mehr reichen würde und wir am Schluss sogar noch um den Abstieg kämpfen mussten. Die 2. Mannschaft hat sich in der 5. Liga ganz hervorragend gehalten und konnte sehr lange um einen Spitzenplatz mitkämpfen. 2002/03 Mit dem neuen Cheftrainer Rolf Gerber und seinem Assistenten Jean-Louis Schafer wurde unserer 1. Mannschaft schnell klar, dass es für einen Aufstieg eben ehrliche, harte und kompromisslose Arbeit braucht. Auf die Rückrunde gaben die Zuzüge von Edgar Dias und Rocco Negro der Mannschaft zusätzlichen Ansporn. Viele konnten es einfach nicht glauben, dass ein ehemaliger NLB Spieler unentgeltlich in eine 4. Liga Mannschaft kommen würde. Am Ende der Saison hätte es wirklich nicht eine einzige Niederlage sein dürfen, sonst wäre aus den Träumen wieder nur Schäume geworden! Im letzten Spiel, gegen US Oltenese musste mindestens noch ein Punkt her. Mit dem 3:0 Sieg war der lang ersehnte Aufstieg in die 3. Liga Tatsache. Es wurde ein wahres Fussballfest. Es war für die 2. Mannschaft, trotz harzigem Start, eine sehr gute Saison. In der Vorrunde noch recht unglücklich agierend, wurde die Rückrunde ohne Niederlage beendet. Auf einmal hatten wir auch hier eine verschworene Truppe. Was Erfolg alles bewegen kann! 2003/04 Standing Ovations.....La Ola Welle.....wann hat es dies letztmals in Trimbach für eine Mannschaft gegeben? Ein erneuter Aufstieg in die 2. Liga zu feiern war unser aller Ziel. Das dieses Ziel bereits in der 2.Saison des neuen Trainergespanns erreicht werden konnte, seien wir mal ehrlich, daran haben doch nur ein paar Verwegene wirklich geglaubt. Unsere 1. Mannschaft, angeführt von Cheftrainer Rolf Gerber, seinen beiden Assistenten Jean-Louis Schafer und Edgar Dias haben aber immer, oder sagen wir, immer öfters daran geglaubt. Und genau dieser Glaube, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, der Teamgeist und der Einsatz und Wille haben schlussendlich zum Erfolg geführt. In der Rückrunde wurden nicht weniger als 13 Meisterschaftsspiele hintereinander gewonnen und auch in den wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten haben unsere Jungs die Nerven behalten. Die 2. Mannschaft spielte unter der Führung von Marco Kohler, und mit Unterstützung der überzähligen Spielern der 1. Mannschaft sowie den A-Junioren eine hervorragende Rückrunde. Beinahe hätte es doch noch zum lang ersehnten Aufstieg in die 4. Liga gereicht. 2004/05 Mit einer eindrücklichen und hervorragenden Vorrunde hat unsere 1. Mannschaft den Grundstein für den Ligaerhalt bereits sehr früh gelegt. Leider haben nicht alle Spieler in der Rückrunde daran geglaubt auch am Schluss noch ganz vorne dabei zu sein. Obwohl uns das Glück und die Gegner immer und immer wieder dabei behilflich waren. Hervorragende Saison auch für unsere 2. Mannschaft. Mit einer eindrücklichen Saisonleistung, keiner Niederlage und einem Torverhältnis von 82 : 18 haben sie hoch verdient den Aufstieg in die 4. Liga geschafft. Gratulation der Mannschaft und auch den beiden Trainer Marco Kohler und Rocco Negro.
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