Grosses Zittern vor dem Triumph
3. Liga Trimbach besiegt Olten dank einer starken zweiten Halbzeit mit 3:0 (1:0)
Wenn der FC Trimbach das 14. Derby in diesem noch jungen Jahrhundert gegen die Reserven des FC Olten schliesslich mit 3:0 zu seinen Gunsten entschied, aufgrund der Ereignisse im ersten Part, tippten die 105 Zuschauer – trotz der 1:0-Führung der Einheimischen – auf einen Sieg der Gäste.
WALTER ERNST
Von Unvermögen zwischen der 30. und 45. Minute seitens der Oltner konnte keine Rede sein; vielmehr verzeichneten sie eine Pechsträhne, die es verhinderte, aus dem 1:0 zumindest ein 1:3 auf die Resultattafel zu zaubern. Im Detail sah dies so aus: Nach halbstündiger Spielzeit zirkelte Scioscia aus Halbrechtsposition einen Ball nach Millimeterarbeit an den entfernteren Innenpfosten. Neun Minuten später sah der aufgerückte Carere seinen getimten rechten Schuss vom Pfosten ins Feld zurückspringen, und da aller guten Dinge bekanntlich auch im Fussball drei sind, verhinderte Husi mit einer Glanzparade in der 43. Minute nach einem Abschlussversuch des stets gefährlichen Scioscia zumindest den zu diesem Zeitpunkt überfälligen Ausgleich.
Iandiorio traf zum 1:0
Der Match begann wie stets, wenn sich Trimbach und Olten auf diesem Niveau um die Vormachtstellung streiten, intensiv, technisch auf beachtlichem Niveau und in dieser Phase mit leichten spielerischen Vorteilen seitens der Einheimischen, die in der 20. Minute den früh anvisierten psychologischen Vorteil in Form des Führungstreffers auf ihre Seite zwangen: Ein genial getretener Freistoss von der linken Seitenlinie durch den «Mann für solche Fälle», Filipovic, beförderte Iandiorio per Kopf unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Die Städter begannen in der Folge dank einer verschärften Gangart und effizienter Raumaufteilung die Platzherren als «Provinzfussballer» zu entlarven, indem sie das gegnerische Abwehrbollwerk immer mehr demontierten und sich dadurch die nötigen Freiräume schufen, die zu diesem Zeitpunkt für die Blauen wenig Verheissungsvolles verrieten.
Alles riskiert und alles verloren
Die anhaltende Erfolglosigkeit der Besucher führte nach einer Stunde zu grösserer Risikobereitschaft und zur Einladung des Gegners aufs Konterspiel umzustellen, was nach einer Stunde durch den pfeilschnellen Schifferle zur Vorentscheidung und zehn Minuten später durch den gleichen Schützen auf Zuspiel von Schalt zum endgültigen Verdikt führte, das aufgrund des gebrochenen Widerstandes noch leicht schwindelerregende Ausmasse hätte annehmen können.
Fredi Schmid (FC Trimbach) freute sich über die Reaktion seines Teams nach dem 3:3 gegen Härkingen. «Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung. Zuvor hatten wir redlich Glück gehabt. Im Hinblick auf das Spitzenspiel vom Mittwoch gegen Kestenholz sind wir gerüstet.»
Daniel Wyss (Trainer FC Olten): «Ich bin enttäuscht. Zur Pause hätten wir 3:1 führen müssen. Das 2:0 bedeutete die Vorentscheidung. Trimbach wäre keine unlösbare Aufgabe gewesen, hätten wir nicht so viel Pech beklagen müssen.» DAS TELEGRAMM Trimbach – Olten 3:0 (1:0)
Leinfeld. – 105 Zuschauer. – SR: Suma. – Tore: 20. Iandiorio 1:0. 60. Schifferle 2:0. 70. Schifferle 3:0.
Trimbach: Husi; Tschumi, Bitterli, Pfiffli, Haller (65. Pajtak); Iandiorio, Kropf, Nisandzic, Filipovic; Schifferle (80. Borter), Schalt (80. Jauch).
Olten: Holderegger, von Büren, Schmid (70. Duraisamy), Carere; Bolliger, Kamber, Inler, Jaussi (65. Grütter); Avni Halimi (65. Ali Hahimi), Scioscia.
Bemerkungen: Pfostenschüsse: 30. Scioscia, 39. Carere. 70. Offsidetor Ali Halimi wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 28. Holderegger (Foulspiel). – Ecken: 3:4. |