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3. Liga: FC Winznau - FC Trimbach 1:1 (1:1)

Winznau erkämpft sich Punkt

3. Liga In einem Spiel der gelben Karten verpasst Trimbach den Sieg

Trimbach liess gegen die lange Zeit in Unterzahl spielende Winznauer zwei Punkte liegen und muss Däniken-Gretzenbach vorbei ziehen lassen. Winznau überzeugte beim 1:1 durch seine kämpferisch starke Leistung.

STEFAN MEIER

Winznau und Trimbach starteten schwungvoll ins Nachbarschaftsderby. Beide Teams waren bemüht, das Spiel schnell zu machen und den ersten Treffer zu erzielen. Es hatte jedoch den Anschein, als würde es für einige Spieler zu schnell gehen am Sonntagmorgen. Ein Spielfluss wollte nicht aufkommen, beide Seiten hatten viele Ballverluste zu beklagen. Vor allem die Gäste schienen nicht recht aus dem Bett gekommen zu sein. «In der ersten halben Stunde haben wir geschlafen und das Spiel der Winznauer angenommen», war auch Patrick Kropf, dem Captain der Trimbacher, aufgefallen. Tatsächlich war vom viel gepriesenen Kombinationsspiel der Gäste nicht viel zu sehen. Beide Mannschaften praktizierten eine Variante des englischen «Kick-and-Rush»-Fussballs, wobei vor allem die «Rushes» zu kurz kamen.

Echte Torgefahr kam so nicht auf, einzig das Heimteam tauchte zwischendurch vor dem Tor auf, ging aber zu fahrlässig mit den Chancen um. Nach einer knappen halben Stunde stieg Iandorio vor dem Strafraum überhart ein und sah die gelbe Karte. Der daraus resultierende Freistoss segelte hoch in den Trimbacher Strafraum und an allen vorbei, einzig Hüsler konnte seinen Fuss hinhalten und erzielte die Führung für Winznau.

Trimbach mit dem Pausenpfiff

Ein Start nach Mass also für die Gastgeber: Man führte 1:0 und Trimbach fand den Weg ins Spiel nicht recht. Dann aber schien das Unheil für Winznau seinen Lauf zu nehmen. Binder sah nach 33 Minuten die zweite gelbe Karte und musste vom Feld und Trimbach lief langsam warm. Praktisch mit dem Pausenpfiff dann der Ausgleich für die Gäste. Paitak war auf der linken Seite vergessen gegangen und legte den Ball in den Strafraum. Schifferle liess sich nicht zweimal bitten und versenkte sicher zum Ausgleich.

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Trimbach nahm den Schwung mit in die zweite Halbzeit und suchte die Entscheidung. Die erste Grosschance gehörte Filipovic, doch sein Schuss streifte knapp am Pfosten vorbei. Danach trat zweimal Schalt in Erscheinung und bediente seine Mitspieler vom rechten Flügel her mustergültig, Schifferle und Kropf liessen aber beste Chance verstreichen. Danach war es auch schon wieder vorbei mit der Trimbacher Herrlichkeit. Man fiel zurück ins alte Muster und schlug den Ball nur noch nach vorne. Auf der Gegenseite agierte Winznau kämpferisch sehr stark und taktisch geschickt. Wer es nicht wusste, dem fiel nicht auf, dass das Heimteam mit einem Mann weniger auf dem Platz stand. «Die Leistung war kämpferisch sehr gut und wir sind kompakt gestanden», lobte auch Markus Strähl die Darbietung seines Teams.

15 Minuten vor Schluss beraubte sich Trimbach seiner Vorteile. Schifferle musste das Feld vorzeitig verlassen. Nach einem Foulspiel sah die Sturmspitze die Ampelkarte. Die erste Gelbe hatte er sich nach einer Viertelstunde wegen Reklamierens eingefangen. Nach dem Platzverweis wurde auf dem Platz hauptsächlich diskutiert, fussballerisch wurde den Zuschauern nur noch wenig geboten. Nennenswert ist einzig noch Iandorios Platzverweis. Nach einem Foul sah auch er die zweite gelbe Karte.

Platzverweis macht Strähl wütend

Drei Platzverweise – unnötig findet Kropf: «Schliesslich wurde es hektisch. Der Schiedsrichter hatte es aus meiner Sicht nicht hundertprozentig im Griff, wir wurden aber nicht benachteiligt.» Unabhängig von der Schiri-Leistung können die Trimbacher nicht zufrieden sein, wenn man vorne mithalten will. «Ein Punkt ist ein bisschen zu wenig», weiss Kropf, wobei Winznau auch Olten zu Hause geschlagen hätte und eine Kämpfertruppe sei. Mit der kämpferischen Leistung war auch der Winznauer Trainer zufrieden. Unnötige Fehler machten ihm aber zu schaffen. «Wir haben wieder durch einen individuellen Fehler ein Tor kassiert», stellte Strähl fest und fuhr fort, «vor allem die rote Karte darf nicht passieren, da muss ein Spieler cleverer sein. Das macht mich eigentlich wütend!»

TELEGRAMM

Winznau – Trimbach 1:1 (1:1)

Grien. – 130 Zuschauer. – SR: Nurettin Karatas. – Tore: 29. Hüsler 1:0. 45. L. Schifferle 1:1.

Winznau: Schmid; Binder, Kühne, Grob, Blatter; Bitterlin, Lüscher (50. G. Donatiello), Trapletti, F. Donatiello; Hüsler (61. Krüttli), De Chiara (65. Mani).

Trimbach: Husi; Bärtschi, Iandorio, Bitterli, Pfäffli; Paitak (77. Rrustolli), Nisandzic, Kropf, Schalt (79. Borter); Filipovic; L. Schifferle.

Bemerkungen: Winznau ohne Keller, Bucheli und Viehweg (alle verletzt). Trimbach ohne Tschumi und Haller (beide Urlaub). – Verwarnungen: 15. Schifferle (Reklamieren), 16. Binder, 29. Iandorio, 91. Bärtschi (alle Foul). – Gelb-rote Karten: 34. Binder, 75. Schifferle, 87. Iandorio (alle Foul).