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2. Liga: Fc Dulliken - Fc Trimbach 1:1 (0:1)

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Mit dem gestrigen Unentschieden lässt sich für Dulliken gut leben, während Trimbach verpassten Chancen nachtrauert und nach zwei Siegen einen Dämpfer einstecken musste.

PHILIPP KISSLING

Es gab mindestens drei verschiedene Gemütslagen, in denen sich die Beteiligten auf der Dulliker Ey befanden. Da war zum einen FCD-Präsident Peter Walker («Nein, ich bin gar nicht nervös»), zum anderen Trimbachs Coach Werner Ulrich («Ja, heute spüre ich die Nervosität») und zu guter Letzt Dullikens Juniorenobmann und Platzspeaker Kurt Fischer. Dieser hatte nicht etwa mit Nervosität zu kämpfen, sondern er trug gewissermassen zwei Herzen in seiner Brust. Eines gehörte (logischerweise) dem FCD, das andere seinem Sohn Daniel, der in Trimbachs Reihen gegen den Abstieg aus der 2. Liga kämpft.

Die Akteure vielmehr bekundeten vor allem Mühe mit dem seifig-glitschigen und deshalb sehr schwierig zu bespielenden Terrain. Die erste Halbzeit gehörte in erster Linie den Gästen, die präsenter wirkten und in zahlreichen Situationen ihre Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor unter Beweis stellten. Den Lohn in Form des Führungstreffers erntete in der 14. Minute Baumgartner, der von Captain Kropf steil lanciert wurde und den heraus laufenden Dulliker Goalie Schibler mit einem Lob überlistete.

Während Dulliken vor allem im Passspiel fahrlässig agierte, liefen die Trimbacher ungewöhnlich viel ins Offside. Beidseits war der Einsatz aber gross, die Bedeutung der Begegnung war offensichtlich. Dulliken wurde in Hälfte eins genau zweimal richtig gefährlich: In der 25. Minute per Kopfball von Boschetto (knapp am Tor vorbei) und in der 37. Minute per Freistoss von Spielertrainer Kägi (schöne Parade von FCT-Hüter De Sousa). Trimbach hätte höher führen müssen, wären allen voran die Angreifer entschlossener aufgetreten. Unter anderem wurde in der 24. Minute ein Treffer Baumgartners wegen Offside annulliert, weil Schürch alleine vor Schibler den Pass wählte, anstatt selber abzudrücken.

Dulliken steigerte sich in Hälfte zwei merklich und glich nach einem schönen Konter zum 1:1 aus. Gullone zündete über die rechte Seite den Turbo und bediente in der Mitte Tufilli, der routiniert einschoss. Der FCD war danach konditionell besser und kontrollierte die Partie mehrheitlich. Trotzdem war es der Tabellenletzte, der durch Baumgartner, Pfäffli und Kropf die Chance auf einen Lucky Punch hatte. Allein, es fehlten die viel beschworene Kaltblütigkeit und die Kraft, im richtigen Moment das Richtige zu tun. So war wohl nach dem Schlusspfiff einzig Kurt Fischer zufrieden, der sein Herz mit einem 1:1 kaum spalten musste.

Dulliken – Trimbach 1:1 (0:1)

Ey. – 130 Zuschauer. – SR: Kronenberg; Eren, Bollinger. – Tore: 14. Baumgartner 0:1. 52. Tufilli 1:1.

Dulliken: Schibler; Balz, M. Holderegger, Kägi, Maffeis; Gullone (84. Camizzi), Egger, Boschetto (74. Giampa), Hutka; D. Holderegger, Tufilli.

Trimbach: De Sousa; Fischer, Bitterli, Wyss, Iandioro; Schürch, Kropf, Fejzullahu (57. Pfäffli), Tschumi (68. Bärtschi); Baumgartner (81. Acar), Filipovic.

Bemerkungen: 24. Tor von Baumgartner aberkannt (Offside). Verwarnungen: 22. Wyss, 37. D. Holderegger, 41. Maffeis, 66. Baumgartner, 84. Bärtschi, 93. Pfäffli (alle Foul); 69. Filipovic (Unsportlichkeit).