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Das Fernduell mutierte zum Herzschlag-Finale: Dulliken zog sich am eigenen Schopf mit einem Sieg bei Lommiswil aus der Affäre. Hägendorf nutzte die bessere Ausgangslage, sodass die Trimbacher trotz eines Erfolgs in Grenchen das schlechtere Torverhältnis nicht mehr wettmachen konnten. Die Niederämter steigen gemeinsam mit Lommiswil ab.
«Es ist bitter, wegen des schlechteren Torverhältnisses abzusteigen. Den Ligaerhalt haben wir aber nicht in den letzten fünf Meisterschaftsbegegnungen verspielt», sagte Trimbach-Trainer Ulrich Werner nach dem Pyrrhus-Sieg gegen Italgrenchen. Der FCT-Trainer visiert den sofortigen Wiederaufstieg an.
Beide Teams hatten sichtlich mit der drückenden Hitze zu kämpfen und begannen recht verhalten. Trimbach wurde aber zunehmend kämpferisch stärker und erarbeitete sich so Torchancen. Baumgartners Direktabnahme landete knapp daneben und Kropfs Strafraumszene wurde nicht belohnt. Nach dem Seitenwechsel ging der Gast gleich in Führung: Matosevic traf den Ball nicht voll, doch Palermo berührte das Leder mit der Hand. – Baumgartner versenkte den anschliessenden Penalty sicher zur 1:0-Führung.
Wenig später entwischte der eingewechselte Tiralongo auf dem Flügel, doch sein Zuspiel in den Strafraum war zu ungenau. Einen weiteren Fehler der Ital-Verteidigung nutzte Trimbach zum zweiten Tor aus. Innenverteidiger Siragusa verschätzte sich und gab Matosevic den Weg frei zum 2:0. Erst jetzt wachte Ital richtig auf; die Uhrenstädter rissen das Spiel an sich, doch verzeichneten sie kaum mehr gefährliche Torszenen. |
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Trimbach lässt im Kampf gegen den Abstieg nicht locker. Mit dem überraschend klaren Heimerfolg gegen das kaum mehr Ambitionen hegende Derendingen hält die Ulrich-Elf mit dem dritten Vollerfolg aus den letzten vier Spielen alle Hoffnungen aufrecht, am kommenden letzten Spieltag den Kopf doch noch aus der Schlinge ziehen zu können. Die Heimelf erwischte einen Start nach Mass und lag nach einem Doppelschlag zwischen der 7. und 8. Minute bereits mit zwei Toren in Front. Weitere gute Tormöglichkeiten für den Ausbau der frühen Führung blieben ungenutzt und spätestens Tschumi winkte nach gut einer halben Stunde bei seinem Alleingang Richtung gegenerisches Gehäuse die hochkarätige Chance, noch vor dem Pausenpfiff für diskussionslose Verhältnisse zu sorgen. Mit dem glücklichen Anschlusstreffer in der 37. Minute durch Sortino folgte die Strafe auf dem Fusse, was Trimbach merklich aus dem Tritt brachte. In dieser heiklen Phase war einmal mehr die Schlitzohrigkeit von Baumgartner gefragt, der einen fatalen Rückpass erlief und in der 55. Minute mit seinem zweiten persönlichen Treffer die Entscheidung in diesem Spiel einleitete. Matosevic und Filipovic (auf Penalty) sorgten bis eine Viertelstunde vor Schluss für ein komfortables Polster, das keine Zweifel mehr am angestrebeten Vollerfolg aufkommen liess. Der Treffer von Matthias Haas war reine Resultatkosmetik an einem klaren Verdikt, dass im Ausmass überrascht, aber das Chancenplus korrekt widerspiegelt. |
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Mit dem gestrigen Unentschieden lässt sich für Dulliken gut leben, während Trimbach verpassten Chancen nachtrauert und nach zwei Siegen einen Dämpfer einstecken musste.
PHILIPP KISSLING
Es gab mindestens drei verschiedene Gemütslagen, in denen sich die Beteiligten auf der Dulliker Ey befanden. Da war zum einen FCD-Präsident Peter Walker («Nein, ich bin gar nicht nervös»), zum anderen Trimbachs Coach Werner Ulrich («Ja, heute spüre ich die Nervosität») und zu guter Letzt Dullikens Juniorenobmann und Platzspeaker Kurt Fischer. Dieser hatte nicht etwa mit Nervosität zu kämpfen, sondern er trug gewissermassen zwei Herzen in seiner Brust. Eines gehörte (logischerweise) dem FCD, das andere seinem Sohn Daniel, der in Trimbachs Reihen gegen den Abstieg aus der 2. Liga kämpft.
Die Akteure vielmehr bekundeten vor allem Mühe mit dem seifig-glitschigen und deshalb sehr schwierig zu bespielenden Terrain. Die erste Halbzeit gehörte in erster Linie den Gästen, die präsenter wirkten und in zahlreichen Situationen ihre Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor unter Beweis stellten. Den Lohn in Form des Führungstreffers erntete in der 14. Minute Baumgartner, der von Captain Kropf steil lanciert wurde und den heraus laufenden Dulliker Goalie Schibler mit einem Lob überlistete.
Während Dulliken vor allem im Passspiel fahrlässig agierte, liefen die Trimbacher ungewöhnlich viel ins Offside. Beidseits war der Einsatz aber gross, die Bedeutung der Begegnung war offensichtlich. Dulliken wurde in Hälfte eins genau zweimal richtig gefährlich: In der 25. Minute per Kopfball von Boschetto (knapp am Tor vorbei) und in der 37. Minute per Freistoss von Spielertrainer Kägi (schöne Parade von FCT-Hüter De Sousa). Trimbach hätte höher führen müssen, wären allen voran die Angreifer entschlossener aufgetreten. Unter anderem wurde in der 24. Minute ein Treffer Baumgartners wegen Offside annulliert, weil Schürch alleine vor Schibler den Pass wählte, anstatt selber abzudrücken.
Dulliken steigerte sich in Hälfte zwei merklich und glich nach einem schönen Konter zum 1:1 aus. Gullone zündete über die rechte Seite den Turbo und bediente in der Mitte Tufilli, der routiniert einschoss. Der FCD war danach konditionell besser und kontrollierte die Partie mehrheitlich. Trotzdem war es der Tabellenletzte, der durch Baumgartner, Pfäffli und Kropf die Chance auf einen Lucky Punch hatte. Allein, es fehlten die viel beschworene Kaltblütigkeit und die Kraft, im richtigen Moment das Richtige zu tun. So war wohl nach dem Schlusspfiff einzig Kurt Fischer zufrieden, der sein Herz mit einem 1:1 kaum spalten musste. |
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In einer insgesamt schwachen Partie siegte der FC Trimbach dank einem späten Tor durch Baumgartner glücklich. Trimbach startete druckvoll in die Partie und zeigte sofort, dass es in Niederbipp gewinnen musste und auch wollte. Die erste Hälfte vermochte kaum zu begeistern, es gab auf beiden Seiten nur eine gefährliche Torszene zu verzeichnen. So resultierte der Führungstreffer aus einem Patzer im Aufbau der Heimelf, welchen die Gäste geschickt ausnutzten. Nach der Pause erhöhte der Gastgeber den Druck auf das Trimbacher Tor, blieb im Abschluss aber zu ungenau. Die Einwechslung von drei zusätzlichen Offensivspielern verlieh den Bippern mehr Varianten in den Angriffen auf das Trimbacher Tor. Mitte der zweiten Hälfte wurde der Druck auch für den starken Gästetorwart De Sousa zu gross. Haudenschild verwertete einen Abpraller zum verdienten Ausgleich. Die Schneeberger-Equipe wollte sich mit dem einen Punkt allerdings nicht zufrieden geben und warf weiterhin alles in den Angriff. Mit einem der seltenen Konter bestrafte der flinke Angreifer Baumgartner die Niederbipper Sorglosigkeit in der Defensive zum glücklichen Auswärtssieg der abstiegsgefährdeten Trimbacher. |
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