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3. Liga: FC Trimbach - FC Olten 1:2 (1:0)

Zweite läppische Heimniederlage in Folge für den 2. Liga-Absteiger FC Trimbach gegen die Reserven des Erstligisten FC Olten. Bis zur 80. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter Kropfs in Führung gelegen, wurden die Trimbacher durch einen Doppelschlag in der Schlussphase buchstäblich im Regen sehen gelassen.

 

Sie mussten die bittere Erfahrung machen, dass nach einer miserablen Chancenauswertung und einer trügerischen Sicherheit schlicht die Klasse fehlt, um mit angezogener Handbremse einen knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Ein Kompliment verdienen die Gäste, die nie aufsteckten und von Minute zu Minute selbstsicherer wurden.

 

Auftakt wunschgemäss

Zwar hatte in der 3. Minute nach einem heimtükischen Aufsetzer, den Michael Ulrich via Latte in Corner lenkte, Trimbach die erste kritische Phase zu überstehen, aber danch wickelte sich das Geschehen weitgehend in der Spielhälfte der Gäste ab. Daniel Ulrich (10.) und Schürch (20.) verpassten die Trimbacher Führung, die dann in der 35. Minute dennach Tatsache wurde, als Dina von Suarez Vigo nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte und Kropf den fälligen Strafstoss sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Auf dem tiefen, zunehmend glittschiger gewordenen Terrain war ncht nur die Ballführende bevorteilt: vielmehr auch jenes Team, das in Führung war.

 

Statt 3:0 plötzlich 1:2

Olten, gezwungen vermehrt Risiken einzugehen und die Abwehrreihen zu lichten, hatten Glück, dass Daniel Ulrich (53.) und Matosevic (58.) weitere klare Chancen ausliessen, die zwingend die Entscheidung hätten bedeuten müssen. Das grenzte an Unvermögen und sollte sich bitter rächen. Einen ersten Warnschuss vor den Bug erhielten die Platzherren in der 63. Minute, als Beka aus acht Metern neben den linken Pfosten köpfte.

In der 80. Minute wurde Olten nahe der Seitenlinie ein Freistoss zugesprochen. Inlers Schuss wurde von Fejzullahu für Ulrich unhaltbar ins Netz zum 1:1 abgelenkt. Und die Oltner suchten unter der Regie von Daniel Wyss die Entscheidung, weil der Gruppenfavorit nicht verheimlichen konnte, dass der Faden gerisen war und sich ein breiter Graben zwischen Mittelfeld und Abwehr öffnete. In der 85. Minute war die Sensation perfekt, als Jaussi mit einem überlegten Schuss das 1:2 erzielte.

Jetzt erinnerten sich auch die Trimbacher plötzlich wieder ihrer Fähigkeiten: Kropf vergab per Kopf das 2:2 (86.), zu mehr reichte es allerdings nicht. Das Rezept heisst, die Lehren so schnell als möglich zu ziehen, denn in dieser Verfassung ist der bald 100-jährige Verein nicht mehr als Mittelmass.

WK-Präsident Martin Schmalz brachte es auf den Punkt: Ein verschenkter Sieg Trimbachs, welcher der ungenügenden Chancenauswertung zuzuschreiben ist. Auf dem schwer bespielbaren Terrain entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das eine alte Fussballweisheit bestätigte, wer die Tore nicht schiesst, der kassiert sie... Sportchef Jean-Louis Schafer sprach von Überheblichkeit. Mit solchen Auftritten ist kein Spiel zu gewinnen. Wer eine solche Anzahl hochkarätige Chancen versiebt, darf sich nicht wundern.

Trimbach-Olten 1:2 (1:0)

Leinfeld.-95 Zuschauer.-SR: Memic

Tore: 35. Kropf (Foulpenalty) 1:0 80. Feizullahu (Eigentor) 1:1 85. Jaussi 1:2

Trimbach: Michael Ulrich, Tschumi, Fejzullahu, Bitterli (80. De Chiara), Fischer, Kropf, Savovic, Schürch (60. Husi), Pfäffli (46. Matosevic), Dina, Daniel Ulrich

Olten: Hufschmid, Holderegger, Dätwyler, Wyss, Suarez (70. Jimenez), Beka, Dedaj, Inler, Gonzo (70. Krasniqi), Napoli, Jaussi