Der Sieg am Hochzeitstag
3. Liga Wolfwil schlägt im Spitzenkampf den FC Trimbach mit 1:0
Trimbachs neuer Coach Reto Lörtscher war in seinem ersten Spiel kein Glück beschieden. Leader Wolfwil sicherte sich dank des Tores von Verteidiger Christof Ackermann wichtige drei Punkte.
PHILIPP KISSLING
Die trotz acht gelben Karten nicht gehässige Partie war das, was man in Fussballerkreisen scherzhaft als «typisches 0:0-Spiel» bezeichnet. Klare Torchancen gab es nicht, das Geschehen spielte sich vor allem zwischen den beiden Strafräumen ab. Zwei einigermassen gefährliche Eckbälle Trimbachs in der Startviertelstunde hätten das Ganze in andere Bahnen lenken können. Es war die Phase, in der die Gäste Überhand hatten und in Wolfwils Mittelfeld und Abwehr die Zuordnung (noch) nicht stimmte.
Bezeichnend, dass der Leader für das Siegtor eine Standardsituation nutzte. Bei einem Corner Donauers in der 16. Minute stieg Christof Ackermann am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Danach waren die Einheimischen zwar nicht die bessere Mannschaft, aber sie verteidigten ihre Führung geschickt und mussten nur einmal eine brenzlige Situation überstehen. Nach einer Stunde hätte Torschütze Ackermann seinen Goalie beinahe auf dem falschen Fuss erwischt, als er einen Trimbacher Freistoss ablenkte, der knapp am Tor vorbeistrich.
Für Trimbach ist nichts verloren
Zufriedenheit allenthalben nach dem Schlusspfiff natürlich in den Reihen der Wolfwiler, die nach dem bösen Durchhänger in Däniken (1:4) die nötige Reaktion zeigten und weiterhin ausgezeichnete Chancen im Kampf um Rang eins und zwei in den Händen halten. FCW-Trainer Zoran Malisevic lobte seine Spieler für den verbesserten Trainingseinsatz unter der Woche und die disziplinierte Leistung. Der 1:0-Sieg war für ihn an seinem 28. Hochzeitstag das Tüpfelchen aufs i.
 FCT-Trainer Reto Lörtscher, ein in Muhen lebender Erlinsbacher, lobte die Leistung von Schiedsrichter Thomas Sommer und fasste das Geschehen auf dem Rasen nach dem einzigen Treffer in einem Satz zusammen: «Wir versuchten zu tschutten, der Gegner wollte das 1:0 halten.» Lörtscher musste je zwei Akteure aus den Junioren und der zweiten Mannschaft aufbieten, Trimbach war nicht ganz so stark, wie man es sonst kennt. Lörtscher, der nicht über diese Saison hinaus Trainer der Niederämter bleibt, wollte aber nicht hadern, sondern schaute vorwärts: «Jetzt kommen zwei Heimspiele, die wir gewinnen wollen. Dann siehts schon wieder anders aus.» Noch ist der 2.-Liga-Zug nicht abgefahren.
Wolfwil – Trimbach 1:0 (1:0)
Allmend. – 180 Zuschauer. – SR: Sommer. – Tor: 16. Ch. Ackermann 1:0.
Wolfwil: Brütsch; M. Kissling, Grossenbacher, Ch. Ackermann, Bader (87. Fürst); Nützi, Hügli, Donauer, D. Kissling (78. Löffel); Niggli, Büttiker.
Trimbach: M. Ulrich; Gökce (69. Ph. Wittwer), Tschumi, Kohler (72. Borter), A. Husi; Schalt, Kropf, Schürch, Bärtschi; D. Ulrich, De Chiara (82. R. Wittwer).
Bemerkungen: Wolfwil ohne Caluori und D. Ackermann (beide verletzt) sowie Venneri (gesperrt); Trimbach ohne Matosevic und Iandorio (beide gesperrt). Verwarnungen: 27. Schürch, 30. Nützi, 53. Ch. Ackermann, 55. Kohler, 70. Bärtschi, 79. Bader, 82. Hügli (alle Foul), 89. Donauer (Unsportlichkeit). |