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3. Liga: FC Olten II - FC Trimbach 0:2 (0:1) |
Zurück in der (Aufstiegs-)Spur
Fussball Olten II unterliegt im 3.-Liga-Spitzenkampf Nachbar Trimbach mit 0:2
Trimbach kehrt nach zwei Niederlagen in Folge auf die Erfolgsspur zurück: Gegen die zuletzt viermal siegreich gebliebenen Oltner setzt sich das Lörtscher-Team auswärts verdient mit 2:0 durch. Sandro Iandiorio zeichnet sich als Doppeltorschütze aus.
ACHIM GÜNTER
Jubel, Trubel, Heiterkeit beim FC Trimbach nach 90 Minuten? Nicht bei allen: Einer war beim Schlusspfiff mächtig sauer. Stürmer Murat Mendi hatte Minuten zuvor vom eigenen Trainer die Höchststrafe kassiert. Nach einer guten Stunde auf den Rasen beordert, wurde Trimbachs Teamsenior von Reto Lörtscher kurz vor Schluss wieder aus dem Spiel genommen. Mendi mochte sich nicht einmal am Jubelritual seiner Teamkollegen beteiligen, die auf des Gegners Platz einen wichtigen Sieg feierten.
Mit dem letzten Aufgebot aufgekreuzt
Die Differenz zwischen den beiden Mannschaften war bedeutend geringer als noch im Hinspiel, als sich der FCT Oltens Zwöi beim 5:0-Erfolg noch in fast allen Belangen überlegen gezeigt hatte. Die Trimbacher kreuzten gestern mit dem letzten Aufgebot im Kleinholz auf. Neben mehreren verhinderten Akteuren war für zwei offenbar der Spieltermin am Sonntagmorgen etwas gar früh. Der eine der beiden Langschläfer wärmte immerhin in der zweiten Halbzeit die FCT-Bank, vorher hatte bloss Mendi seinem Trainer Gesellschaft geleistet…
Die erste Chance des Spiels besass das Heimteam. Inler verzog in der 3. Minute einen Freistoss aus viel versprechender Distanz. Nur zwei Minuten später scheiterte Schalt – es sollte nicht seine letzte ausgezeichnete Einschussmöglichkeit bleiben – am gut reagierenden FCO-Hüter Napoli.
Wiederum kurz darauf erstmals Torjubel: Nach einer Chance Hallers kullerte Iandiorios abgefälschter Nachschuss über die Linie. Nachdem in der 13. Minute der 36-jährige Pascal Grütter den Ausgleich nur knapp verpasst hatte, plätscherte das Spiel bis zur Halbzeit dahin. Es war nichts für Fussballfeinschmecker. Beide Teams traten engagiert und kampfstark auf, viele kleine Fouls liessen aber kaum Spielfluss entstehen, Strafraumszenen blieben weitgehend aus.
Steigerung nach der Pause
Nach der Pause sollte sich dieses Bild ändern: Das Spieltempo war nun höher, beiden Teams boten sich Chancen. Noch vor der ersten Oltner Torgelegenheit in der zweiten Hälfte hatte der FCT allerdings auf 2:0 erhöht. Nachdem Schalt nach flacher Hereingabe des linken Mittelfeldspielers Iandiorio kläglich an Napoli gescheitert war, schraubte sich Iandiorio beim folgenden Eckball weit höher in die Luft als alle anderen und nickte ein. Olten, eher defensiv ausgerichtet in die Partie gegangen, steigerte nun gezwungenermassen seine Angriffsbemühungen. Trimbach blieb aber die zielstrebigere und auch gefährlichere Mannschaft.
Währenddem der nominell beste Oltner Stürmer Scioscia während der gesamten Partie kaum je gesehen wurde, brachte vor allem der eingewechselte Jaussi vermehrten Schwung in die Offensivaktionen – etwa in der 66. Minute, als er Goalie Husi schlecht aussehen liess. Später beschworen Bolliger und Grütter noch zweimal Gefahr vor Husi herauf. Die letzte Chance des Spiels vergab aber der überragende Doppeltorschütze Sandro Iandiorio in der Nachspielzeit. «Im Derby zwei Tore zu schiessen ist sicher speziell. Jetzt sind wir wieder im Rennen um die Aufstiegsplätze», zeigte der sich hinterher restlos zufrieden. Der von ihm zweimal bezwungene, ansonsten aber überzeugend agierende Olten-Goalie, Christian Napoli, sprach von einer «grossen Enttäuschung»: «Mit der eigenen Leistung bin ich zufrieden. Ich hätte aber lieber ein Ei reinbekommen und dafür gewonnen.» Trotz des Rückschlags hofft man aber auch in Olten weiter: «Die Saison ist noch lang. Es ist alles offen.»
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