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3. Liga: FC Trimbach - FC Kestenholz 1:2 (1:1)

Der FC Trimbach ist noch nicht in Aufstiegsform

3. Liga 1:2-Heimniederlage gegen den FC Kestenholz – der 19-jährige Kevin von Arx erzielte für die Gäuer den goldenen Siegtreffer

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Kestenholz setzt seine Aufholjagd fort. Auf dem Platz des bisherigen Leaders feiern die Gäuer einen eher glücklichen 2:1-Sieg und rücken bis auf zwei Punkte an Trimbach heran. Die Niederämter liegen nach der zweiten Niederlage in Serie nicht mehr auf einem Aufstiegsplatz.



ACHIM GÜNTER

Es gibt ja Matchbesucher, die gerne erst nach zehn, fünfzehn Minuten Spielzeit am Spielfeldrand aufkreuzen. In Trimbach war das am Samstagabend nicht anders. Manch einer der gut 150 Zuschauer dürfte sein verspätetes Erscheinen aber für einmal bereut haben. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Urs Saladin legten die beiden Teams nämlich los, als hätte es nie eine Winterpause gegeben.

Chancen im Minutentakt

Bereits in der 5. Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einem Eckball traf Rafael Ingold per Kopf. Nur eine Minute später fiel auf nahezu identische Weise auf der Gegenseite der Ausgleichstreffer durch Iandiorio. Die beiden Torhüter waren jeweils ohne Abwehrchance gewesen. Doch damit nicht genug: In der sehr offen geführten Startphase waren hüben wie drüben beinahe im Minutentakt Chancen zu verzeichnen. In der 8. Minute etwa hatte Kestenholz bei einem Lattentreffer Pech.

Nach einer Viertelstunde des gegenseitigen Austobens beruhigte sich die Szenerie merklich, Torchancen wurden Mangelware. Trimbach war in der Folge leicht feldüberlegen, am Ende der ersten Spielhälfte entwickelte jedoch nochmals Kestenholz mehr Zug aufs gegnerische Tor. Unmittelbar nach der Pause boten sich den Akteuren erneut auf beiden Seiten in rascher Abfolge Tormöglichkeiten, bevor das Spielgeschehen dann bald wieder arm an Höhepunkten wurde. Einzige Ausnahmen waren eine ausgezeichnete Einschussgelegenheit für den FCT-Angreifer Pajtak in der 66. und eine Dreifachchance Kestenholz’ in der 75. Minute.

Spielerische Feinheiten oder zusammenhängende Aktionen über mehrere Stationen waren kaum je zu beobachten. Das lag allerdings nicht zuletzt am Terrain, das nicht nur viele Unebenheiten, sondern auch einen unzureichend gemähten Rasen aufwies. So plätscherte das Spiel, das in der zweiten Halbzeit einen zwar tonangebenden, aber wenig zwingenden Heimklub sah, dem Ende entgegen. Kestenholz schien mit dem sich abzeichnenden Punktgewinn gut leben zu können, Trimbach war – vielleicht auch wegen der doch gewichtigen Absenzen Hallers und Filipovics – nicht in der Lage, die Gäste wirklich zu beunruhigen.

Von Arx’ wertvoller Hinterkopf

Und dann fiel, obwohl inzwischen die Nacht über Trimbach hereingebrochen war, in der 84. Minute aus heiterem Himmel das 1:2 – das sich Minuten später als Siegestreffer entpuppen sollte. Eine Freistossflanke in den Strafraum wurde von Kevin von Arx mit dem Hinterkopf in die entfernte Torecke verlängert. Der noch nicht 19-jährige Rechtsverteidiger, der in seiner 3.-Liga-Karriere noch keine fünf Tore erzielt hat, mochte hinterher seinen Treffer nicht gross kommentieren: «Es war insgesamt eine gute Mannschaftsleistung. Jeder hat für jeden gekämpft.»

Trimbach hatte in der Schlussphase keine reele Ausgleichschance mehr gehabt. In dieser Form ist der FCT noch weit vom angestrebten Aufstieg entfernt. Immerhin: das Umfeld bereitet sich schon auf die 2. Liga vor, informierte doch erstmals eine Speakerin die Besucher, bevor es ihr dann angesichts des Endergebnisses die Sprache verschlug. Lautstark jubelten hingegen die Gäuer Gäste. In den letzten neun Runden musste Kestenholz nur einmal als Verlierer vom Platz und ist nun definitiv zurück im Aufstiegsrennen. Oder in den Worten des Siegtorschützen von Arx: «Jetzt sind wir wieder oben dran.»

Trimbach– Kestenholz 1:2 (1:1)

Leinfeld. – 160 Zuschauer. SR: Kocher. – Tore: 5. Rafael Ingold 0:1. 6. Iandiorio 1:1. 84. von Arx 1:2.

Trimbach: Thomas Husi; Pfäffli, Andreas Husi, Tschumi, Yildirim; Schalt, Kropf, Iandiorio, Jauch (86. Castro); Mendi (62. Wittwer), Pajtak.

Kestenholz: Messerli; von Arx, Wiemann, Dominik Ingold, Schwager; Rafael Ingold, Ellenberger, Musliji, Knuchel (90. Cay); Rudolf von Rohr (87. Moll), Frey (78. Tschachtli).

Bemerkungen: Trimbach ohne Haller und Filipovic (beide Auslandaufenthalt), Kestenholz ohne Kevin Kissling und Kaufmann (beide verletzt). Verwarnung: 65. Pfäffli (unerlaubtes Tragen von Schmuck). Gedenkminute für den verstorbenen SKFV-Ehrenpräsidenten Urs Saladin. Sehr fair geführte Partie.