Nach der Zertifizierung der Alltag Hauptversammlung des FC Trimbach im Wechselbad Zweifellos das absolute Highlight in der unverwechselbaren Geschichte des 102-jährigen, in der Gemeinde etablieren FC Trimbach war im 2009 die Übergabe der Zertifizierungsurkunde als erster Verein innerhalb des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) im stilvollen Rahmen. “Die Urkunde bescheinigt, dass der Verein die Anforderungen in den Bereichen Vereinsorganisation, Infrastruktur, Ausbildung, Gewalt- und Suchtprävention sowie Gesundheit erfüllt“, so der Präsident Stephan Christ zu Einleitung deines Jahresberichtes.
Zum Ausdruck gebracht wurde an der kürzlichen Generalversammlung auch eine gewisse Enttäuschung, weil das vor Jahrsfrist gesteckte Ziel, nämlich der Wiederaufstieg in die 2. Liga, „klar nicht erreicht wurde“, so der Präsident weiter. Fazit: Ein Zertifikat bedeutet auch im Fussball kein Ruhekissen, vielmehr eine Motivationsspritze, neue Zielsetzungen zu formulieren. Dazu gehört auch das Erreichen der Aufstiegsspiele in der noch jungen Meisterschaft 2009/10, die mit einem verheissungsvoll Saisonstart(3:2-Sieg in Schönenwerd) lanciert wurde. Auch Sportchef Jean-Louis Schafer trauerte in seiner Berichterstattung dem nach, was auf dem Sportplatz Leinfeld passiert war: „Es tut weh, wie immer in den letzten drei Jahren. Vor drei Saisons abgestiegen, verpassen wird Aufstiegsspiele jeweils um Haaresbreite.“ Für die Torhüterlegende ist es trotzdem wichtiger, dass die Spieler ihr geliebtes Hobby ausüben können und Spass haben am Fussball. Dank dem engagierten Einsatz von Shirley und Stephan Noordijk hat sich der Nachwuchsbereicht verbessert, so die positive Bilanz der Juniorenabteilung. Und weil in der Entwicklung nach oben an der Basis keine Grenzen gesetzt wind, ist der qualitative Weiterausbau der Nachwuchsabteilung unter der Regie von Mann und Frau Noordijk eine der gesetzten ehrgeizigen Aufgaben. Dank sanft gedrehter Sparbremse konnte Finanzchef Peter Bitterli zwei Jahre nach dem glanzvollen 100-Jahr-Jubiläum eine positive Rechnung präsentieren, nachdem vor der Jahresfrist noch ein Verlust in vierstelliger Höhe ausgewiesen werden musste. In der Person von Bitterli ist beim FCT der absolut richtige Mann am Schalthebel der Finanzen, der sich gewohnt ist, dank angeeignetem Sparsinn, nicht mehr Geld auszugeben als im Kässeli verfügbar ist. Trotzdem scheint die Zeit überfällig zu sein, im Zuge einer längerfristigen finanziellen Schönwetterlage nach neuen Einnahmequellen Ausschau zu halten. Lottomatch, Passiveinzug und andere lukrative Events waren an der GV die Stichworte. So wurde beschlossen, dass bei unveränderten Mitgliederbeiträgen jeder Aktiver der ersten und zweiten Mannschaft im Verlaufe der Saison einen Matchballspender präsentieren muss. Mit diesen Massnahmen rechnet der Club mit einem ausgeglichenen Budget 2009/10. Der Vorstand unter Präsident Stephan Christ wurde für eine weitere zweijährige Amtsperiode gewählt. Sportchef Jean-Louis Schafer bleibt Funktionär auf Zeit, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Erhard Wyss wird sich inskünftig für das Schiedsrichterwesen im Verein kümmern, derweil das Traumpaar des FCT-Sicht, Shirley und Stephan Noordijk, ihre Schaffenskraft in den Dienst des Nachwuchses stellen. Der Präsident machte beim Traktandum Wahlen klar, dass im Führungsgremium durchaus noch ehrenamtliche Kräfte Einsitz nehmen könnten. Jean-Louis Schafer meinte zu den Kadermutationen, dass man auf dem Leinfeld weiterhin ein besonderes Augenmerk auf den Nachwuchs richte und mit Trainer Edgar Dias eine Persönlichkeit verpflichten konnte, der den Regionalfussball in allen Facetten kenne und der den Zielvorgaben des Vereins alles unterordne. Dorf-Märet Ende August, der Weihnachtshock im November sowie die Hallenturniere im Januar 2010 sind die unmittelbar bevorstehenden gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkte des FCT, der mit vollen Segeln ins 103. Vereinsjahr startet. Peter Schneiter, Präsident des 100er-Clubs, erinnerte an die Zuschüsse seiner Mitglieder in fünfstelliger Höhe an den Spielbetrieb – alles andere als selbstverständlich. (WE) |