3. Liga Trimbach greift wieder vorne an - und hat den aufsehenerregendsten Neuzugang von der (Spieler-)Trainerbank zu vermelden
Bejtush Rrustolli heisst der neue starke Mann im FC Trimbach. Der ehemalige Stürmer des FC Wangen bringt Erfahrung aus 20 Jahren hochklassigem Fussball mit - und eine Menge Lust auf seine neue Aufgabe. "Früher konnte ich mich auf meine eigene Leistung konzentrieren. Jetzt habe ich 20 Spieler im Kader, für die ich verantwortlich bin." Bejtush Rrustolli ist sich bewusst, welche Veränderung der Wechsel vom Spieler zum Trainer mit sich bringt. "Es macht mir Spass", strahlt er jedoch auch nach den ersten Wochen als Trainer des FC Trimbach. Ausschliesslich als Trainer wird Rrustolli im FCT jedoch nicht fungieren. Zwar hat sich der 39-jährige noch nicht wirklich auf die Saison vorbereitet, er wollte sich die ersten Trainings und Spiele seiner neuen Mannschaft von der Seitenlinie aus anschauen. "Aber wenn es nötig sein sollte, springe ich ein", plant der Neuling. NLB- UND 1.LIGA-ERFAHRUNG Dies könnte für den FC Trimbach in der Tat keine schlechte Option sein, bewegte sich Rrustolli doch bisher in fussballerisch komplett anderen Sphären. Mit dem FC Thun stieg er aus der 1. Liga in die Nationalliga B auf. Danach war er Stürmer für Baden in derselben Liga im Einsatz, ehe er den Weg zum FC Wangen fand, wo er die letzten Jahre, unterbrochen von einem Abstecher nach Schötz, verbrachte. Was also treibt Bejtush Rrustolli zum FC Trimbach? Immerhin wirtke der Routinier in der Saison 2006/2007 schon nach der Entlassung von Mirko Pavlicevic für einige Wochen als Interimstrainer im FC Wangen, in der letzten Saison war er dort bereits Assistenztrainer von René Erlachner tätig. Ich hätte auch als Assistent in Wangen bleiben können, weiss Rrustolli. Ich möchte Aber Verantwortung übernehmen und selber eine Mannschaft führen. René Erlachner, sein langjähriger Trainer und Weggefährte, traut ihm dies ohne Weiteres zu: "Rrustolli hat schon als Spieler immer wie ein Trainer gedacht. Auch wenn er nicht der Captain war, so war er doch immer der verlängerte Arm des Trainers auf dem Spielfeld." Er prognostiziere dem 39-jährigen "grösstmögliche Chancen, als Trainer zu reüssieren." "NICHT NUR JUNG, SONDERN GUT" Reüssieren und um den Aufstieg mitspielen will der Neuling auf dem Leinfeld mit Offensivfussball. Mit vielen jungen Spielern dränge sich ein offensives System auf, es fehle an Routine, um auch einmal das Tempo aus dem Spiel nehmen zu können. "Aber die Spieler sind nicht nur jung, sie sind auch gut", stellt Rrustolli klar. "Wir haben einige Talente, die viel besser sind als die Liga, in der sie spielen." Insbesondere Thomas Husi, der 18-jährige Torwart, hat ihn beeindruckt: "Husi hat 1.-Liga-Potenzial", schwärmt der Dulliker. Auch Bejtush Rrustolli muss sein Potenzial, das Erlachner oder die höher klassigen Innenschweizer Klubs, die ihm im Sommer Angebote gemacht haben - Rrustolli lehnte ab, weil ihm der logistische Aufwand für seine erste Trainerstation zu hoch schien -, in ihm sehen, erst bestätigen. Gelingt dies, möchte er "so weit wie möglich kommen. Das ist wie als Spieler. Wenn die Fähigkeiten da sind, möchte man sehen, was man alles schaffen kann."
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