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Die fast perfekte Pionierarbeit

Die fast perfekte Pionierarbeit

 

Der FC Trimbach wurde vom SKFV zertifiziert und mit 500 Franken beschenkt

 

Philipp Kissling

Nach zwei Referaten standen an der SKFV-Präsidententagung in der Jura World of Coffee in Niederbuchsiten Stephan Christ und Benjamin Tschumi im Mittelpunkt.

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 Der Präsident und sein Vize durften aus den Händen von Verbandschef Roland Stampfli die Zertifizierungsurkunde für Ihren FC Trimbach entgegennehmen. Sie bescheinigt, dass der Verein die Anforderungen in den Bereichen Vereinsorganisation, Infrastruktur, Ausbildung, Gewalt- und Suchtprävention sowie Gesundheit erfüllt. Der FC Trimbach ist der erste Fussballklub überhaupt, der die Zertifizierung, die vor zwei Jahren an gleicher Stätte vorgestellt worden war, in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen hat (vgl. OT vom 19. März).

Balsthal der nächste ZeFu-Verein?

Der FC Trimbach hat dafür gesorgt, dass die Zertifizierung Fussballklub nicht gänzlich zum Papiertiger verkommt. Ob weitere Vereine dem Beispiel folgen, wird die Zukunft zeigen. Die in Niederbuchsiten anwesenden Präsidenten beteuerten ihr Interesse daran, konkrete Anstrengungen sind allerdings auf einem kleinen Blatt zu finden. "Ich habe vom ZeFu gehört", sagt René Baumann, Präsident des FC Kestenholz, "aber ich habe die Leute schon gar nicht, die das erledigen können." Ähnliche Töne waren von Robert Beer (FC Solothurn) zu vernehmen, der die Arbeit der Trimbacher bewundert. " Das ist harte Arbeit. Man müsste es machen, aber niemand will es tun. Vielleicht ist das dann etwas für meinen Nachfolger." Einen Plan aufstellen und "eventuell im Sommer" die Anmeldung abschicken will der FC Klus/Balsthal. Das ZeFu sei ein Thema gewesen, "das haben wir im letzten Herbst besprochen", erklärte Vizechef Hubert Baumgartner. Man habe beispielsweise bereits eine "sehr gute Juniorenabteilung, in der alles genau geregelt ist und es Pflichtenhefte gibt". Ebenfalls ein Thema soll die Zertifizierung beim FC Olten werden. Die beiden neuen Juniorenverantwortlichen, die im Sommer ihre Arbeit aufnehmen werden, hätten sich das zum Ziel gesetzt. Fredy Aeberhard, der im Januar neu gewählte Präsident, kennt das Dossier nicht im Detail und sieht es nicht als oberste Priorität. "Wir haben derzeit so viele Baustellen..."

 

Georg Genhart vom FC Winznau hat das ZeFu-Dossier "schon angeschaut. Aber was glauben Sie, an wem das hängen bleibt, wenn ich das im Vorstand vorbringe?" Er mache schon so viel für den Verein, dass er das nicht auch noch tun könne. Für Michael Kissling vom FC Wolfwil ist das Zertifikat "keine Voraussetzung". Man könne es anstreben, "aber ich sehe den Nutzen nicht. Es ist ja im Interesse des Klubs, dass intern alles geregelt ist", meinte er. In Härkingen glaubt man, schon "recht viel" der Anforderungen zu erfüllen. Trotzdem habe man das ZeFu auf die lange Bank geschoben, wie FCH-Präsident Christoph Heim erklärt, nebst anderen Arbeiten "passt das nicht auch noch rein". Das ZeFu sei aber durchaus "nice to have", weshalb man das Ganze noch einmal anschauen ewrde, vielleicht Mitte oder Ende Jahr.

 

Der Grundtenor bei den Klubpräsidenten bezüglich der Zertifizierungsmöglichkeiten ist in etwa derselbe: Es ist eine gute Sache, abe wir haben derzeit andere Probleme. Die vorhandenen personellen Ressourcen setzen die Vereine lieber anderswo ein. Der FC Trimbach indes scheute den Aufwand nicht und leistete Pionierarbeit. Von 55 möglichen Bewertungspunkten erreichte die FCT-Crew deren 54. Dafür wurden sie nebst dem Zertifikat vom SKFV mit einem Check über 500 Franken belohnt.