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OT-Bericht vom 28. Mai 2008 |
«Es tut weh»
3. Liga Aufstiegsfavorit Trimbach verpasste die Aufstiegsspiele in extremis
Nach einem Fehlstart mit zwei Remis kämpfte sich Trimbach bis zur zehnten Runde an die Tabellenspitze und war seither nie schlechter als auf Rang drei klassiert. Den belegen die Niederämter auch in der Endabrechnung – und sind verständlicherweise sehr enttäuscht.
ACHIM GÜNTER
Drei Minuten fehlten dem FC Trimbach für das Erreichen des primären Saisonziels. Der Aufstiegsfavorit Nr. 1 war in der Schlussrunde gegen Wangens Zwöi lange Zeit auf gutem, vermeintlich sicherem Weg in die Aufstiegsspiele, führte 1:0. Dann kam die verhängnisvolle 87. Minute: Der Schiedsrichter entschied nach einem Gewühl im FCT-Strafraum auf Tor. Laut dem Trimbacher Präsidenten Stefan Christ sollen nach der Partie sogar Wangner Akteure zugegeben haben, dass der Ball die Linie nicht überschritten habe.
«Es tut weh, auf diese Art rausgeworfen zu werden», kommentiert ein sichtlich enttäuschter Stefan Christ die Szene. Selbstkritisch weiss er aber auch: «Wir haben nach der Führung zu wenig gemacht, wir hätten das 2:0 suchen müssen.» Und Christ beweist Grösse, indem er sagt: «Am Schluss hat die Cleverness gefehlt. Wir sind selber schuld.» Tatsächlich: Wer gegen Däniken-Gretzenbach und Olten zehn von zwölf möglichen Punkten holt, gegen vermeintlich leichte Gegner aber wiederholt Punkte liegen lässt, tut gut daran, die Schuld auch bei sich zu suchen.
Mit neuem Trainer einen erneuten Anlauf Richtung 2. Liga nehmen
Mit dem Schicksal (oder dem Schiedsrichter) hadern, bringt jetzt nichts mehr. «Es ist ärgerlich, jetzt fängt es in der nächsten Saison wieder bei null an», blickt Christ voraus. In der Saison 2008/09 wird auf dem Leinfeld erneut der Aufstieg angestrebt – grösstenteils mit dem bestehenden Kader. Sicher nicht mehr dabei sein wird Top-Torjäger Josip Filipovic, der mit Ausnahme der letzten Partie gegen Wangen bereits sämtliche Spiele des Frühlings verpasste, weil er in Kroatien weilte. Wo er seine Zukunft fortsetzt, ist gegenwärtig noch offen.
Sicher eine Änderung geben wird es auf dem Trainerposten: Reto Lörtscher wird wie angekündigt demissionieren. Die Vereinsführung ist mit mehreren potenziellen Nachfolgekandidaten im Gespräch. Bis Ende Woche soll der neue Trainer bestimmt sein.
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